FH Steyr-Absolvent radelt 15.000 Kilometer zum Himalaya
STEYR. Nach dem Abschluss des Logistik-Studiums in Steyr wartet für den Vorarlberger Johannes Lins ein großes Abenteuer. Mit Landsmann und Freund Samuel Summer radelt er von Frastanz nach Indien. Dabei wollen sie 100.000 Euro Spendengeld sammeln.

Der Startschuss der Reise fiel Anfang September in Frastanz, im Juli 2027 wollen die beiden nach 15.000 Kilometern mit ihren Fahrrädern in Dharamshala am Fuß des Himalaya in Indien ankommen.
„Meine persönliche Motivation ist es, Leben zu verändern. Klingt kitschig, ist aber so. Bildung verändert Leben. Ob ein Kind in die Schule geht oder nicht, ist lebensverändernd“, sagt Lins, der in Steyr den Studiengang „Internationales Logistik-Management“ abgeschlossen hat. Lins ist sich bewusst, wie schwierig es ist, die Welt insgesamt zu verändern – „aber es ist ganz, ganz einfach, die Welt für jemanden anderen zu verändern.“
An der FH Steyr ist man vom Engagement des Vorarlbergs begeistert. „Logistik und Supply Chain Management braucht Träumer. Träumer, die Besonderes denken und das dann auch tun“, sagt Logistikum-Leiter Franz Staberhofer. Er hat Lins während seines Studiums gut kennengelernt und ist sich sicher: „Johannes ist ein solcher Träumer im besten Sinne, denn er tut selbstlos etwas für Menschen.“
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Spenden für Kindergarten im Senegal
Am Ende der Tour sollen es 100.000 Euro sein, die für die Realisierung eines langfristigen Bildungsprojektes im Senegal zusammenkommen. „Dazu möchten wir im ersten Schritt gemeinsam mit dem Dornbirner Verein 'Wissen macht Stark' einen Kindergarten mit Spielgruppe im Lepradorf M'Balling im Senegal bauen“, erklärt Lins.
Die langfristige Vision der beiden Abenteurer ist es, mit Hilfe von innovativen Bildungsmethoden einer senegalesischen Pädagogin, die Bildungslandschaft im Senegal in großem Stil zu verändern und vom Frontalunterricht hin zu einem Lern- und Kind-zentrierten Bildungssystem bringen.
Weltrekord soll fallen
„Essen bringt die Menschen zusammen und mit unserer Leibspeise, den Kässpätzle, verbinden wir unsere Vorarlberger Heimat kulinarisch mit der Welt”, sind sich Lins und Summer einig. Schließlich wollen die beiden während ihres karitativen Projektes mit möglichst vielen Menschen in den Austausch treten.
Ihre Ambition ist es, einen neuen Spätzle-Weltrekord aufzustellen. Wie genau soll das geschehen? „Wir wollen Vorarlberger Kässpätzle mit lokalen Zutaten an den verschiedenen Stationen unserer Reise kochen. Konkret wollen wir am Ende jene Köche weltweit sein, die in den meisten verschiedenen Ländern innerhalb eines Jahres dieses Gericht zubereitet haben.” Dieses Weltrekord-Vorhaben hat die beiden Abenteurer auch auf den Namen „Spätzletour“ gebracht.
„Ob wir in Turkmenistan den passenden Käse und eine geeignete Küche finden oder auf den Campingkocher ausweichen müssen, ob den Georgiern die Spätzle überhaupt schmecken oder wir sie als Reiseproviant wieder mitnehmen müssen - all das wird sich weisen, uns aber vom Rekordversuch nicht abbringen”, sagen die beiden Vorarlberger augenzwinkernd.
Alles selbst finanziert
Ein Punkt, der Johannes Lins und Samuel Summer sehr wichtig ist, soll hier nicht unerwähnt bleiben: „100 Prozent aller Spenden an die Spätzletour gehen an das Bildungsprojekt im Senegal. Weder wir noch 'Wissen macht Stark' beanspruchen einen Teil davon. Der Verein arbeitet in Österreich vollständig ehrenamtlich und wir beide zahlen alle unsere Kosten für die gesamte Reise selbst.“
Mehr Infos über den Verlauf der Spätzletour gibt es unter: www.spaetzletour.at








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