Zwei Steyrerinnen erklären, warum sie sich in der Hospizarbeit engagieren
STEYR. Die Hospizarbeit der Bezirksstellen Steyr-Stadt und Steyr-Land ist geprägt von Menschlichkeit, Empathie und einem tiefen Verständnis für die Bedürfnisse von schwer kranken und sterbenden Menschen.

Eva Muckenschnabel und Ilse Vollnhofer schlossen vor einem halben Jahr ihre Hospizausbildung beim Roten Kreuz ab. Muckenschnabel blickt auf eine 35-jährige Tätigkeit in einer Ordination zurück, ist mittlerweile in Penison. In ihrer beruflichen Laufbahn hatte sie immer mit Menschen zu tun und konnte so auch viele Schicksalsschläge miterleben. Die Mitarbeit im Hospizbereich ist für sie eine Herzensangelegenheit.
„Der wertschätzende und achtsame Umgang miteinander gibt mir das Gefühl, Teil von etwas Sinnvollem zu sein“, erklärt sie. In ihrer Arbeit legt sie großen Wert auf Menschlichkeit und Zeit zum Zuhören, was in der Begleitung von kranken oder sterbenden Menschen besonders wichtig ist. Der verheirateten Mutter von zwei Kindern findet in ihrer Familie die Kraftquelle, aus der sie schöpft.
„Die Liebe und Unterstützung die ich in meiner Familie erfahre, möchte ich auch an andere Menschen weitergeben, insbesondere jenen, die Nähe und Wärme benötigen“, betont Muckenschnabel.
Angst nehmen
Ilse Vollnhofer engagierte sich bereits vor ihrer Hospizarbeit als freiwillige Mitarbeiterin bei „Essen auf Rädern“. Während dieser Tätigkeit entdeckte sie ihre Freude und Leidenschaft im Umgang mit älteren Menschen. Im Hospizbereich bot sich für sie auch die Möglichkeit, ihre eigenen Ängste und Bedenken bezüglich des Sterbens zu bearbeiten. Nun, mit der abgeschlossenen Ausbildung fühlt sie sich befähigt, den Menschen die sie begleitet ihre Angst zu nehmen.
„Ältere Menschen haben mich schon immer berührt. Es ist mir persönlich ein großes Anliegen, dass schwerkranke Menschen oder sterbende Menschen nicht alleine sein müssen, wenn sie niemanden haben und nicht alleine sein wollen“, erzählt Vollnhofer. „Die notwendige Energie für diese Arbeit bietet mir ebenso meine Familie sowie gute Freunde.“ Weitere Kraft sammelt sie beim Radfahren in der Natur.
Ein berührendes Feedback einer Klientin beschreibt Vollnhofer als „wichtigen Anker“ und „Fixpunkt“ in ihrem Leben. Solche Rückmeldungen sind für sie eine Bestätigung und motivieren sie diese freiwillige Hospizarbeit auszuführen.


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