90.000 Lkw-Kilometer werden jährlich eingespart
STEYR. Das BMW-Motorenwerk präsentierte am Donnerstag das fertiggestellte Verkehrskonzept. Davon sollen vor allem auch die Anrainer im Stadtteil Münichholz profitieren.

Mehr als zwei Millionen Euro wurden in die Verbesserung der Infrastruktur investiert. Die Einfahrt zum Tor 1 wurde neu gestaltet, die Haager Straße mit einer Links-Abbiegespur verbreitert und mit einer modernen Ampelanlage ausgestattet. Zudem gibt es neue Parkplätze für Autos und Fahrräder sowie eine neu gestaltete Bushaltestelle. „Ein wichtiger Schritt für BMW und auch ein Signal, dass nicht alles still steht. Eine gute Infrastruktur gehört einfach dazu“, sagt Werksleiter Alexander Susanek. „Ein gutes Miteinander mit den Anwohnern ist uns wichtig. Durch kürzere Wege können wir Lärm reduzieren.“
Werksinterner Bahnübergang
Ein großer Meilenstein für BMW ist die Realisierung eines werksinternen Bahnübergangs. Die neue Route innerhalb des Werks reduziert den Pendelverkehr zwischen West- und Ostseite, verringert das Lkw-Aufkommen im Nahbereich der Anrainer und erspart einen Weg von 340 Lkw-Kilometer rund um das Werk. „Rechnet man das auf ein Jahr hoch, ergibt sich eine Ersparnis von 90.000 Kilometer und 50.000 Liter Diesel“, rechnet Werksleiter Susanek vor.
Bahnanschluss adaptiert
Der Güterverkehr in und aus dem Motorenwerk läuft weiterhin per Lkw, die Möglichkeit künftig wieder auf die Schiene umsteigen zu können, wurde aber beim Umbau berücksichtigt. Die bestehende Anschlussbahn wurde adaptiert, um zukünftige An- und Ablieferungen per Bahn zu ermöglichen.
Stadt hilft mit
Mit dem Umbau der Haager Straße hat auch die Stadt mitgeholfen, dass es ein Gesamtkonzept umgesetzt werden konnte. „Es ist selbstverständlich, dass wir uns als Stadt an der Finanzierung beteiligen. Die Vorteile, die sich durch das neue Verkehrskonzept ergeben, sind vielfältig“, sagt Bürgermeierster Gerald Hackl (SPÖ).


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