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GAFLENZ. Landwirte sehen sich oft Vorurteilen ausgesetzt. Zu Unrecht, meint Bio-Bauer Andreas Reitner.

 (Foto: Fankhauser)
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Kühe stoßen Methan aus und gelten damit als klimaschädlich. Zutreffend ist das jedenfalls auf Hochleistungsrinder in der Massentierhaltung, die mit Sojaschrot gefüttert werden. Zudem schädigen oft lange Transportwege von Fleisch und Milch das Klima. „Für den Konsumenten mag es verlockend sein, einen Lungenbraten um 28 Euro aus Argentinien zu kaufen, sinnvoll ist das aber sicher nicht“, sagt der Gaflenzer Landwirt Andreas Reitner.

Regionale Vermarktung

Der Hof der Familie Reitner, vulgo Seberlbauer, liegt idyllisch auf 660 Metern Seehöhe und ist ein reiner Heubetrieb. „Bei uns sind die Kühe von 1. Mai bis Ende Oktober auf der Weide“, betont der Bio-Bauer. 20 Murbodner Mutterkühe werden gehalten. Die Jungrinder werden unter der Marke „Biokeiwi“ regional vermarktet, dafür haben sich die Reitners mit drei anderen Betrieben zusammengetan. „Wir wollen Fleischgenuss mit Verantwortung bieten. Dazu gehört, dass die Tiere in der Region zur Welt kommen, die Mutterkuh- und Weidehaltung, sowie eine stressfreie und transparente Schlachtung.“

Haltung entscheidend

Für den Bio-Bauer steht fest, „dass unsere Kühe sicher keine Klimasünder sind. Es kommt nämlich auf die Haltung an“, unterstreicht Reitner. Frisst die Kuh Gras, regt sie es damit zum Wachstum an. Das Gras bildet Feinwurzeln aus, die deutlich mehr CO2 speichern können als etwa Wälder. „Wir regionalen Bauern erzeugen tolle Produkte“, sagt Reitner, den es ärgert, wenn jemand Bauern pauschal zu Klimasündern macht. „Das Problem wird auf die Landwirte abgeschoben, während andere durch die Gegend fliegen.“

Bewusst einkaufen

Konsumenten sollten bewusst einkaufen und sich nicht von schönen Verpackungen täuschen lassen, wenn sie auf Produkte aus Massentierhaltung verzichten wollen. „Auf österreichische Bio-Ware kann man sich verlassen, auch auf das AMA-Gütesiegel“, sagt Reitner. Regionale Nahversorger wie „Ums Egg“ in Losenstein oder das neue „Lenz“ in Gaflenz würden den heimischen Landwirten helfen, faire Preise für ihre Produkte zu erhalten.


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