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DIETACH. Ein herausforderndes Jahr liegt hinter den Obstbauern. Am Biohof Heuberg in Dietach hilft die ganze Familie bei der Ernte mit.

Hermann Zehetner mit der Apfelsorte Arlet. (Foto: privat)
  1 / 3   Hermann Zehetner mit der Apfelsorte Arlet. (Foto: privat)

„Ob jung oder alt, für jeden gibt es eine Aufgabe“, erzählt Sabine Mader. Von den Frösten im Frühjahr wurde der Bio-Apfelhof am Heuberg verschont. Die dann lange anhaltende Trockenheit und die hohen Temperaturen im Sommer waren aber eine Herausforderung, die ohne Bewässerungsanlage nicht zu stemmen gewesen wäre.

Die Ernte war heuer jedenfalls gut. „Die Äpfel sind besonders aromatisch und haben eine gute Ausfärbung. Die roten Bäckchen leuchten einen förmlich entgegen“, sagt Seniorchef Hermann Zehetner. Am Hof der Familie Mader wachsen neun verschiedene Apfel- und vier verschiedene Birnensorten.

Im Sortiment gibt es auch den Allergiker-Apfel „Gräfin Goldach“. „Es gibt Kunden, die einen Weg von über 80 Kilometer auf sich nehmen, um trotz ihrer Allergie nicht auf Äpfel verzichten zu müssen“, erzählt die Seniorchefin Rosa Zehetner. Sie kümmert sich liebevoll um den Selbstbedienungsstand am Hof, der täglich von 8 bis 21 Uhr geöffnet ist. Das Bargeld wirft man einfach in eine kleine Kassa.

Viele Schritte bis zur Ernte

Bis ein Apfel geerntet werden kann, bedarf es vieler Arbeitsschritte. Nach dem Motto „Nach der Ernte ist vor der Ernte“ geht es nach dem Äpfelpflücken munter weiter. Das Hagelnetz wird geöffnet, da es einer größeren Schneelast nicht Stand halten würde. Anschließend folgt der Nachernteschnitt, bei dem nur die Baumkronen bearbeitet werden.

Im Winter wird dann jeder Baum individuell geschnitten – je nachdem, ob er zum Wachstum angeregt oder eher gebremst werden soll. Sonniges Wetter im Frühjahr ist wichtig für die Mauerbienen, die am Hof eigene Nützlingshotels vorfinden. Sie fliegen bereits ab vier Grad Celsius und besuchen pro Tag bis zu 5.000 Blüten.

Nach der Blüte wird dann das Hagelnetz wieder geschlossen, um die Äpfel und Birnen vor den Unwettern zu schützen. Wenn es keine Spätfröste im Frühjahr gab, hängen viele kleine Bio-Äpfel und Birnen auf den Bäumen. Damit eine entsprechende Fruchtgröße erreicht wird, werden Bäume mit einem zu dichten Behang ausgedüngt. Ende Juli, heuer sogar um zwei Wochen früher, werden die Früchte einer ganzjährigen Arbeit geerntet.


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