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TRAUN. Der aktuelle Stand in Sachen Leichtathletik-Stadion, die wichtigsten Verkehrsprojekte und der langersehnte Startschuss für die Bebauung der Graumann-Gründe standen im Fokus beim Tips-Gespräch mit Trauns Bürgermeister Rudolf Scharinger (SPÖ).

Nach der erfolgreichen Umgestaltung des Areals um Schloss und Spinnerei (Bild) steht in Traun mit der Neu-Bebauung der Graumann-Gründe mitten in der Stadt der nächste Meilenstein in Sachen Stadtplanung an. Foto: Florian Kollmann

Dass Traun jetzt auch zum Nabel der Leichtathletik-Szene wird und das einzige ISAF-zertifizierte Stadion für Wettkämpfe in Österreich erhält, hat so einige überrascht. Mitte November sollen mit dem Sportland Oberösterreich die offenen Punkte und der weitere Zeitplan geklärt werden.

Stadion: „Keine Einbußen für Trauner Sportvereine“

Zwei Grundvoraussetzungen hat der Trauner Stadtchef schon im Vorfeld dieser Gespräche parat: „Die Leichtathletik-Veranstaltungen müssen in den bestehenden Sportbetrieb integriert werden können. Die Trauner Vereine dürfen keine Einbußen haben.“ Zum anderen müsse der Stadion-Umbau synchron mit der Sporthallen-Sanierung durchgeführt werden, die bis Mitte 2021 veranschlagt sei. 

Primärversorgungszentrum: “Begrüßen die Idee“

Nach der schwierigen Situation mit den niedergelassenen Ärzten in Traun ist nun auch in die Diskussion um ein Primärversorgungszentrum mit bis zu acht Medizinern wieder Bewegung gekommen. „Wir begrüßen das natürlich, aber Traun hat in diesem Bereich keine Kompetenz“, betont Scharinger. „Wo wir helfen können, ist, wenn etwa Grundstücke gesucht werden, da können wir bei Widmungen oder den Bebauungsplänen unterstützen und zügig die Verfahren abwickeln. Es gibt aber keinen medizinischen Notstand in Traun.“

Besonders erfreut zeigt sich der Bürgermeister, wenn das Thema der Neu-Bebauung der Graumann-Gründe angesprochen wird. „Die Bebauung des Graumann-Geländes höre ich schon seit 20 Jahren, mich freut es, dass gerade in meiner Amtszeit dort jetzt der Startschuss erfolgt.“ Auch für die Wirtschaft im Trauner Zentrum sei das Projekt elementar. „Es ist wichtig, dass man im Zentrum Wohnungen hat. Da entsteht ein Grundbedürfnis an gewissen Gütern. Das ist im Trauner Zentrum ein regelrechter Quantensprung für die Unternehmen und die Geschäftsleute.“

Verkehr als Schlüsselthema

Die Straßenbahn von und nach Linz ist ein Erfolgsprojekt. Doch für Rudolf Scharinger sind damit die Hausaufgaben in Sachen Verkehr im Zentralraum lange nicht gemacht: „Verkehrsmäßig sind wir im Zentralraum in der Steinzeit. Wir stauen in alle Richtungen.“

Nach den drei wichtigsten Projekten gefragt, muss er nicht lange überlegen: „Wichtig sind der Autobahnanschluss Ansfelden, die Straßenbahn-Verlängerung nach Ansfelden und der Lückenschluss vierspurig nach Wels. Es geht um Entwicklungsmöglichkeiten. In einer starken Wirtschaftsregion ist es bedenklich, dass es Zeiten gibt, wo man bei jeder Fahrt nur im Stau steht.“


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