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BEZIRK LINZ-LAND. Im vergangenen Jahr wandten sich 5.764 Mitglieder mit arbeits- und sozialrechtlichen Fragen an die Arbeiterkammer (AK) Linz-Land. In Summe konnten so Forderungen von 7.135.695 Euro für die Arbeitnehmer erwirkt werden.

Präsident der AK Oberösterreich, Johann Kalliauer, und Bezirksstellenleiter AK Linz-Land, Bruno Kamraner (v.l.), präsentierten die Bilanz. (Foto: AK OÖ)

Die AK Linz-Land ist mit über 65.000 Mitgliedern der mitgliederstärkste Flächenbezirk im Land. Das AK-Team in Traun bearbeitete im vergangenen Jahr 3.258 telefonische, 2.246 persönliche sowie 260 schriftliche Fragen zum Arbeits- oder Sozialrecht. Am häufigsten mussten sich die Arbeitsrechtsexperten mit Problemen rund ums Entgelt – also bei Lohn, Gehalt oder Überstundenauszahlungen – beschäftigen, gefolgt von Fragen zur Berufsunfähigkeitspension sowie zum Arbeitslosengeld und der Notstandshilfe.

Über 7 Millionen Euro

Bei vielen Arbeitsrechtsproblemen ist es mit der Beratung jedoch leider noch nicht getan. Wenn nach Intervention der AK bei den Arbeitgebern keine Lösung gefunden werden kann, hilft nur noch der Gang vor Gericht, um den Arbeitnehmern zu ihrem Recht zu verhelfen. In Summe hat die AK Linz-Land so im Vorjahr an arbeits- und sozialrechtlichen Ansprüchen sowie an Forderungen nach Insolvenzen für ihre Mitglieder Zahlungen von insgesamt rund 7,1 Millionen Euro erkämpfen können. Interessantes Faktum: Rund 90 Prozent der Rechtsfälle betrafen Firmen ohne Betriebsrat. Auch bei Fällen, in denen man sich außergerichtlich geeinigt hatte, entfielen 95 Prozent an Arbeitnehmer, die in Unternehmen ohne Betriebsrat beschäftigt sind.

Sozialrechtliche Sorgen werden mehr

Blieb die Anzahl der persönlichen Beratungen im vergangenen Jahr relativ konstant, konnte jedoch eine auffällige Entwicklung festgestellt werden. Während die Anfragen zum Arbeitsrecht um sechs Prozent weniger wurden, stiegen im gleichen Zeitraum die sozialrechtlichen Belange um satte 17 Prozent. Das Thema Pensionen oder auch die Pflege von Angehörigen wird den Menschen augenscheinlich immer wichtiger. Viele Menschen melden sich auch, weil sie in Sachen Pflegegeld falsch eingestuft wurden. Hier bietet die Arbeiterkammer seit 2018 ein spezielles Angebot.

Wenn die Firma Pleite geht

Die Arbeiterkammer wird natürlich auch aktiv, wenn ein Betrieb in Konkurs gehen muss. Hier werden oft in Betriebsversammlungen vor Ort die betroffenen Beschäftigten beraten, damit diese zu ihren noch ausstehenden Löhnen, Gehältern und Beendigungsansprüchen kommen. Die AK Linz-Land holte so 2019 über 3,5 Millionen Euro für 502 Arbeitnehmer von 64 Betrieben heraus, die von einer Pleite betroffen waren. Die größte Insolvenz im Bezirk betraf die Firma Gruber & Kaja High Tech Metals GmbH aus St. Marien mit 209 Arbeitnehmern.< 


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