Genossenschaft lieferte eine Gigawattstunde sauberen Strom
ULRICHSBERG. Zwei magische Marken hat die Energiegenossenschaft Donau-Böhmerwald in diesem Jahr geknackt: Genau zur Generalversammlung trat die Gemeinde Hörbich als 50. Mitglied der Genossenschaft bei; und jetzt im November wurde erstmals über eine Gigawattstunde Strom geliefert.

Seit der Gründung der Energiegenossenschaft im Jahr 2013 wurden 29 Photovoltaik-Anlagen auf Gemeindedächern über Bürgerbeteiligung realisiert. „Die Anlagen erzeugen 743 kWp Strom - das entspricht dem Bedarf von 180 Haushalten“, informiert Geschäftsführer Markus Altenhofer. Fünf weitere PV-Anlagen sind derzeit in Bau (St. Oswald, St. Stefan, Neustift und zwei in Altenfelden).
Strom selbst erzeugen und ins Netz einspeisen, wäre aber zu wenig weit gedacht. Besser ist es, diesen auch gleich selbst zu nutzen. Das tut man im Genossenschaftsgebiet mit dem MühlFerdl, dem E-Carsharing-Projekt. Nach Sarleinsbach, wo mit dem Elektroauto zum Teilen mittlerweile fast 17.000 km zurückgelegt wurden, sollen voraussichtlich noch heuer zwei neue Standorte in Aigen-Schlägl und St. Martin losstarten. „Viele Betriebe stellen mittlerweile ebenfalls den Fuhrpark auf Elektro-Autos um, weil es wirtschaftlich Sinn macht“, ist Johannes Scherrer überzeugt.
Das Ende der Verbrennungsmotoren
Auch Jürgen Sonnleitner von Kreisel Electric weiß, dass Elektromobilität die Zukunft ist. „E-Autos werden bald nicht mehr viel mehr kosten als Verbrennungsfahrzeuge. Und die neue Technologie bringt bei den Akkus doppelte Kapazität bei gleichem Gewicht und Volumen. Damit bekommen Elektroautos eine Reichweite von 1000 Kilometern. Außerdem wird die Ladung viel schneller, innerhalb von einer halben Stunde erfolgen“, berichtet Sonnleitner und wagt einen Blick voraus: „2025 wird das letzte Verbrennungsfahrzeug vom Band rollen.“ Sonnleitner merkt einen Hype im Bereich Batteriesysteme und Elektro-Antrieb, Kreisel Electric hätte schon jetzt eine „Flut an internationalen Anfragen“. Jedes Jahr werden Akku-Pakete für 8000 Vans produziert. Außerdem arbeitet man an einem leistungsfähigen Heimspeicher-System, das voraussichtlich im März 2017 lieferbar sein wird.


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