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UNTERWEITERSDORF. „Die ganze Gemeinde steht unter Schock. Rudi hatte sich darauf gefreut, zu Jahresbeginn das Bürgermeisteramt zu übernehmen, er hnterlässt eine riesige Lücke“, verleiht Bürgermeister Wilhelm Wurm seiner Betroffenheit über den überraschenden Tod von Vizebürgermeister Rudolf Brandstetter Ausdruck. Wie es politisch in der Gemeinde weitergeht, stehe derzeit gar nicht zur Debatte. 

Rudolf Brandstetter wird am Freitag, 15. November, zu Grabe getragen. Foto: SPÖ
Rudolf Brandstetter wird am Freitag, 15. November, zu Grabe getragen. Foto: SPÖ

Noch vor drei Wochen war Bürgermeister Wurm mit Rudolf Brandstetter in einer Klausur zusammengesessen. „Wir haben alles für die Amtsübergabe ausgemacht, Rudi sollte 2020 das Bürgermeisteramt übernehmen, er hat sich darauf sehr gefreut“, kann Wurm nicht glauben, dass der 40jährige, zweifache Vater nun zu Grabe getragen werden muss. Erst vor wenigen Wochen war Brandstetter als Nachfolger an der Gemeindespitze vorgestellt worden. „Am Sonntag sind wir bei der Sparvereinsauszahlung noch zusammengekommen“, berichtet Wilhelm Wurm fassungslos.

Fest in Gemeindepolitik verankert

Rudolf Brandstetter war in der Gemeindepolitik fest verankert und hatte die Junge Generation der SPÖ aufgebaut. Ab 2003 war er für die Sozialdemokraten im Gemeinderat, 2007 übernahm er das Amt des Vizebürgermeisters und in Folge auch des SPÖ-Obmannes. Im Gemeinderat war er Ausschuss-Obmann für die Bereiche Familie, Kultur und Schule. Er gehörte außerdem der Feuerwehr und der Jagdgesellschaft an. Seinen 40. Geburtstag hatte er vor wenigen Monaten noch groß gefeiert.

Nahe an den Menschen

Eine große Lücke hinterlässt Rudolf Brandstetter aber auch abseits der Gemeindepolitik. „Rudi war sozial sehr aktiv und hat jedem geholfen, der sich an ihn gewendet hat“, sagt Bürgermeister Wilhelm Wurm. Beruflich in der Sozialabteilung des Linzer Magistrats tätig, war Brandstetter auch dadurch nahe am Geschehen, wie es den Menschen geht. „Er hat oft betont, wie viele Menschen es gibt, die trotz einer aufrechten Beschäftigung auf Mindestsicherung angewiesen sind“, erzählt Wurm. Die Zukunft der Gemeindepolitik stehe jetzt, in der Zeit der Trauer, nicht zur Debatte.  

Totenandacht und Trauergottesdienst

Die Totenandacht findet am Donnerstag, 14. November, um 19 Uhr in der katholischen Pfarrkirche Gallneukirchen statt, der Trauergottesdienst für Rudolf Brandstetter wird am Freitag, 15. November, um 10 Uhr ebenfalls in Gallneukirchen zelebriert. 


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