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FELDKIRCHEN AN DER DONAU. Lange haben sich die Verantwortlichen in Feldkirchen an der Donau bemüht, ein Sicherheitskonzept zu entwickeln, damit der beliebte „Pesenbach-Kirtag“ auch in Zeiten der Krise stattfinden kann. Jetzt musste die Traditionsveranstaltung allerdings abgesagt werden.

Vizebürgermeister David Allerstorfer gab die Absage des Kirtages bekannt. (Foto: Hamedinger)
Vizebürgermeister David Allerstorfer gab die Absage des Kirtages bekannt. (Foto: Hamedinger)

“Gestern wurden wir von der Bezirkshauptmannschaft informiert, dass der Kirtag nicht stattfinden kann“, erklärt der Feldkirchner Vizebürgermeister David Allerstorfer die Absage des traditionsreichen Kirtags. Begründet wurde dies von der BH damit, dass der Leonhardi-Kirtag unter Gelegenheitsmärkte falle und damit aktuell untersagt sei. Allerstorfer: „Das sind jetzt traurige Zeiten, weil eine weitere Traditionsveranstaltung nicht stattfinden kann. Wir haben viel Arbeit in das Covid-19-Präventionskonzept gesteckt. Ein Markt, der natürlich nicht mit dem typischen Kirtag vergleichbar gewesen wäre, hätte ohne Ausschank und Konsumationsmöglichkeiten im Freien stattfinden können und dadurch einen ganz kleinen Beitrag für ein soziales Miteinander bedeutet. Aber es hilft nichts, da müssen wir jetzt gemeinsam durch. Gesundheit hat Vorrang!“ Besonders leid würden dem Vizebürgermeister dabei die vielen „Standler“ tun. Diesen würde - wie vielen anderen Branchen - die Grundlage für den Lebenserhalt wegbrechen. „Umso mehr bewundere ich deren positive Einstellung im Umgang mit dieser herausfordernden Situation“, so dieser abschließend.

Dank an Mitwirkende

Auch in einem Facebook-Posting gab Allerstorfer heute die Absage bekannt und bedankte sich gleichzeitig bei Thomas Ebner und Alexander Raimund für die intensiven Arbeitseinheiten und für deren Einsatz zum Erhalt der Kirtagstradition.

Verwunderung über Qualifikation als Gelegenheitsmarkt

Von Seiten des Feldkirchner FPÖ-Landtagsabgeordneten Günter Pröller heißt es gegenüber Tips: „Die Mitteilung des Krisenstabes des Landes OÖ, dass der Leonhardikirtag als Gelegenheitsmarkt zu qualifizieren ist, verwundert mich und finde es sehr schade! Nach der frühzeitigen Absage im September durch die Gemeinde haben sich viele bemüht, vor allem Thomas Ebner, ein Sicherheitskonzept zu entwickeln, damit der beliebte „Kirtag“ auch in den herausfordernden Zeiten stattfinden kann. Nach meiner Einschätzung und von Thomas Ebner, Obmann des Landesgremiums des Markt-, Straßen- und Wanderhandels ist der Leonhardikirtag als Traditionsmarkt zu sehen und dann wäre die Abhaltung nach § 5 der neuen Verordnung rechtlich erlaubt.“

„Natürlich hat die Gesundheit immer Vorrang, aber meines Erachtens ist es eine Fehlinterpretation der BH. Ich würde die Entscheidung auf Grund der Gesundheit mittragen, aber nicht, wenn eine Verordnung so ausgelegt bzw. interpretiert wird“, so Ebner.


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