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OTTENSCHLAG/MKR. Eine Sage nahm der damalige Bürgermeister von Ottenschlag, Alfred Lichtenauer, im Jahr 2000 zum Anlass, um das Projekt Landschaftsteich Mooswiesn zu starten. Gut 25 Jahre später spricht er von einer ökologischen Auferstehung.

  1 / 3   Am Landschaftsteich Mooswiesn sind in den vergangenen 25 Jahren neue Lebensräume entstanden. (Foto: Lichtenauer)

Der ehemalige Bürgermeister und Naturliebhaber Alfred Lichtenauer weiß von den Jahren 1954 und 1955, als rund 46 Hektar Moore, Sümpfe und Feuchtwiesen östlich von Ottenschlag trocken gelegt wurden. „Damals konnten durch diese Entwässerung eine Qualitätsverbesserung des Futters, mehr Ertrag und eine Erleichterung bei der Bewirtschaftung der Flächen erreicht werden“, berichtet er. Mittlerweile erinnern nur noch Haus- und Flurnamen an einst vorhandene Moore und Aulandschaften. Und eben jene bereits erwähnte Sage: In dieser heißt es, dass unweit des heutigen Dorfes Ottenschlag einst eine schöne Stadt namens Otto am Ufer eines großen Sees stand. Diese verschwand vor langer Zeit mitsamt dem See. Vor einiger Zeit soll an einer Stelle von den sumpfigen Wiesen noch das Kreuz des Kirchturms herausgeragt haben, und auch der See werde wieder auferstehen.

„Diese Sage war der Auslöser, um im Rahmen des Ökotourismus-Gartls das Projekt Landschaftsteich Mooswiesn einzuleiten. Wie der Name schon sagt, war die Mooswiesn ein Teil der seinerzeit trockengelegten Flächen“, erinnert sich Lichtenauer. Das Vorzeigeprojekt habe über die Gemeindegrenzen hinaus viele Diskussionen ausgelöst: „Von der Planung bis zur Umsetzung wurde das Vorhaben oftmals von unangenehmen Überraschungen und bürokratischen Hürden begleitet.“

Neue Lebensräume sind entstanden

Der See ist also – so wie es in der Sage heißt – wiederauferstanden und wurde zu einer ökologischen Bereicherung für die ganze Region, die auch auf internationales Interesse stößt. Der ehemalige Bürgermeister ist zufrieden: „Dieser Teich ist für den Wasserrückhalt enorm wichtig. Aber auch für die Flora und Fauna wurden interessante Lebensräume geschaffen. Aus nächster Nähe kann man hier etwa das Bauwerk eines Bibers oder den schüchternen Graureiher beobachten. Vom extra errichteten Naturbeobachtungsstand sind ebenfalls immer wieder Überraschungen möglich. An frostigen Wintertagen verwandelt die Natur den Landschaftsteich Mooswiesn in ein beliebtes Ausflugsziel.“


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