Zwettler Freizeit-Oase Sauzipf erstrahlt nach jahrelangem Stillstand in neuem Glanz
ZWETTL/RODL. Drei Jahre lang blieb es am Zusammenfluss von Rodl und Distl in der Gemeinde Zwettl an der Rodl still. Nach über zwei Jahrzehnten ehrenamtlichen Betriebs musste das beliebte Stauwerk hinter dem Marktplatz wegen fehlender Genehmigungen abgetragen werden. Nun die gute Nachricht: Die großen Bauarbeiten sind abgeschlossen und die Familien-Freizeit-Oase erwacht im Sommer zu neuem Leben.

„Drei Jahre große Beharrlichkeit waren notwendig, damit die Kinder jetzt wieder ihren Lieblingsort zurückbekommen“, beschreibt Gemeindevorstand Rainer Lenzenweger (Grüne) den Weg durch die Instanzen.
Einen zusätzlichen Anstoß gab das Volksschul-Schulprojekt „Kinder.Gestalten.Zukunft“, bei dem die Kinder den Sauzipf als ihren absoluten Wohlfühlort einforderten. Lenzenweger übernahm die Patenschaft und Bürgermeister Roland Maureder intensivierte mit dem Planungsbüro und der Bezirkshauptmannschaft die Gespräche. Mit Landesrat Stefan Kaineder und derbWasserabteilung des Landes OÖ kam Bewegung in die Situation.
Ökologie und Freizeitspaß vereint
Der im Gemeindebudget finanzierte Umbau verbindet nun erfolgreich Ökologie und Freizeitnutzung. Es wurde angeschwemmtes Erdreich entfernt und ein neues Gerinne geschaffen, das als Fischaufstiegshilfe dient. Durch diese Maßnahme entstand in der Rodl eine neue Insel.
„Eigentlich ist es jetzt wieder so wie vor rund 40 Jahren, denn auch damals gab es genau an dieser Stelle eine Insel“, erklärt Martin Lenzenweger. Er ist der Ur-Initiator des Wasserspielplatzes, der vor mehr als 22 Jahren damit begann, für seine eigenen Kinder ein Floß zu bauen und die Rodl etwas anzustauen. „Die Rodl war in der Kindheit immer unser Spielplatz und das wollte ich später auch anderen Kindern ermöglichen“, erzählt er von seiner Motivation.
Neustart im Handbetrieb: Helfer und Spenden gesucht
Nachdem der Bagger abgezogen ist, läuft die Handarbeit jetzt auf Hochtouren. Martin Lenzenweger und sein erwachsener Sohn David haben mit Helfern das neue Stauwerk errichtet. Jetzt sollen neue Flöße gebaut werden. Die beiden haben im Laufe der Jahre tausende Euro privat in das Projekt gesteckt. „Wir müssen praktisch alles neu machen, da alten Flöße während der langen Lagerung morsch geworden sind“, erklärt David Lenzenweger die nächste Herausforderung. Auch eine kleine Brücke über das Gerinne möchten sie errichten.
Damit die Kinder bald wieder im Wasser spielen können, wird neues Material benötigt. „Für Holz, Schrauben und Nägel brauchen wir Geld. Wir suchen daher Menschen, die das Kinderparadies mit Spenden unterstützen. Wer tatkräftig mitarbeiten möchte, ist jederzeit willkommen“, so das Vater-Sohn-Duo.


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