Mühlviertler Frauenpolitikerinnen fordert lückenlose Hilfe für Gewaltopfer
PUCHENAU/GALLNEUKIRCHEN. Nach einem öffentlich bekannt gewordenen Fall einer mutmaßlichen Vergewaltigung fordern Vertreterinnen der SPÖ Frauen aus Urfahr-Umgebung Verbesserungen. Sie betreffen die Versorgung von Betroffenen sexualisierter Gewalt.

Bei dem Fall ging es um eine Frau, die nach einer mutmaßlichen Vergewaltigung zunächst in zwei Linzer Krankenhäusern nicht die benötigte Versorgung erhielt. Der Vorfall löste eine Debatte über Lücken im Hilfssystem für Betroffene sexualisierter Gewalt aus; am Dienstag, 8. September, wurde deshalb in Linz demonstriert.
Organisiert wurde die Kundgebung von Didem Wenger, Aktivistin und Initiatorin einer Petition für eine Gewaltambulanz in Oberösterreich, gemeinsam mit dem überparteilichen „Bündnis 8. März-OÖ Frauen verbünden sich“.
Auch Beverley Allen-Stingeder aus Puchenau, Bezirksfrauenvorsitzende der SPÖ Frauen Urfahr-Umgebung und Christine Edhoffer, stellvertretende Frauenvorsitzende der SPÖ Gallneukirchen nahmen daran teil.
„Wer nach einer Vergewaltigung medizinische Hilfe sucht, befindet sich in einer absoluten Ausnahmesituation. Betroffene dürfen dann nicht von einer Stelle zur nächsten geschickt werden“, fordert Allen-Stingeder.
Klare Zuständigkeiten gefordert
Die Gewaltambulanz in Linz ist eine „One-Stop“-Stelle und bietet medizinische sowie psychologische Hilfe, sichert Spuren und dokumentiert diese für eine mögliche spätere Anzeige. Zudem erhalten Betroffene Informationen über weiterführende Hilfsangebote.
Nach Ansicht von Beverley Allen-Stingeder und Christine Edhoffer müsse auch bei Polizei, Ärzten, Rettungskräften und in den Krankenhäusern ausreichend bekannt sein, welche Unterstützung die Gewaltambulanz bietet: „Wir brauchen klare Zuständigkeiten und funktionierende Abläufe, damit sich ein solcher Fall nicht wiederholt. Genau deshalb war es mir wichtig, bei dieser Kundgebung dabei zu sein“, sagt Edhoffer.
Weitere Hilfsangebote für Frauen
Auch im Bezirk Urfahr-Umgebung setzen sich Beverly Allen-Stingeder und die SPÖ Bezirksfrauen für Unterstützungsangebote für Frauen ein. Dazu zählt eine Frauenübergangswohnung, die in schwierigen Lebenssituationen vorübergehend eine geschützte Wohnmöglichkeit bietet.
„Gewaltschutz darf keine Lücken haben. Betroffene müssen rasch, professionell und ohne Umwege jene Unterstützung erhalten, die sie brauchen“, halten Allen-Stingeder und Edhoffer fest.








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