106 Jahre: Hilfswerk gratuliert ältestem Kunden
ESCHENAU. Zwei Weltkriege, die Zwischenkriegszeit voller Entbehrungen und ein langes Berufsleben als Straßenbahner: Julius Frauerwieser hat viel erlebt. Mittlerweile wohnt der Senior bei seiner Tochterin Eschenau (Gemeinde Vitis) – und die vertraut als einer von vielen auf das Notruftelefon des Hilfswerks Niederöstereich.

Julius Frauerwieser ist mit 106 Jahren der älteste Kunde des Hilfswerks Niederösterreich. Dazu gratulierte ihm Vizepräsidentin Martina Diesner-Wais im Namen des Hilfswerks herzlich. „Für uns ist es immer besonders schön zu sehen, wenn es den Menschen auch im hohen Alter so gut geht“, freut sich Diesner-Wais. Denn Julius Frauerwieser ist immer noch mobil, geistig fit und lacht viel. „Er war immer zufrieden in seinem Leben, egal wie schwer es war“, erzählt seine Tochter Maria Mederitsch. „Wahrscheinlich ist das das Geheimnis eines langen Lebens“, fügt sie schmunzelnd hinzu. Frauerwieser selbst fühlt sich noch gar nicht so alt, wie er sagt: „Ich genieße jeden Tag mit meiner Familie.“
Sturz war Weckruf
Julius Frauerwieser lebte lange in Wien, vor einigen Jahren hat seine Tochter ihn aber zu sich nach Eschenau geholt, um ihn betreuen zu können. Sie war es auch, die das Notruftelefon für ihren Vater organisiert hat. Nach einem Sturz des über 100-Jährigen fühlte sie sich nicht mehr wohl damit, ihn allein zu lassen. Das ist jetzt anders. „Dank des Notruftelefons kann ich mir sicher sein, dass im Ernstfall Hilfe organisiert wird. Dadurch kann ich jetzt wieder guten Gewissens außer Haus gehen“, so Maria Mederitsch.
Denn Hilfe ist im Bedarfsfall schnell organisiert: Mit dem mobilen Funksender, den Julius Frauerwieser als Armband trägt, kann er jederzeit Unterstützung anfordern. Wenn er sich nicht wohl fühlt oder wenn er stürzt und nicht mehr aufstehen kann. Ein Druck auf den mobilen Sender genügt, und schon wird die Notrufzentrale des Hilfswerks alarmiert. Dort können die Mitarbeiter rasch und gezielt Hilfe organisieren – egal ob Wochenende, Feiertag oder mitten in der Nacht. Binnen weniger Minuten können die angegebene Vertrauensperson, Arzt oder Rettung zur Stelle sein. Dieses Wissen beruhigt den 106-Jährigen ebenso wie seine Tochter Maria.


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