Jugendlicher verkaufte Drogen an Minderjährige
BEZIRK VÖCKLABRUCK. Ende Jänner wurde ein 15-Jähriger aus dem Bezirk Vöcklabruck bei einer Kontrolle beim Bahnhof in Vöcklabruck mit einer geringen Menge Marihuana erwischt. Bei den anschließenden Ermittlungen stellte sich heraus, dass er das Suchtgift von einem 14-Jährigen gekauft hatte. Bei umfangreichen Erhebungen zeigte sich, dass dieser junge Mann schon seit Juli des Vorjahres Cannabiskraut gewinnbringend an vorwiegend Minderjährige verkauft haben dürfte.

Insgesamt konnten 13 Abnehmer ausgeforscht werden. Die Übergaben fanden jeweils an öffentlichen Orten statt. Es besteht jedoch der Verdacht, dass die Dunkelziffer der Abnehmer deutlich höher liegt, da der 14-Jährige das Suchtgift auch auf offener Straße an ihm unbekannte Personen verkaufte.
Nach der Einvernahme sämtlicher Abnehmer wird der 14-Jährige beschuldigt, im Zeitraum von Juli 2018 bis Jänner 2019 eine Menge von mehr als 550 Gramm Marihuana verkauft zu haben. Das Suchtgift bezog er unter anderem von einem damals 14-jährigen afghanischen Asylwerber, der bereits wegen Suchtgifthandel inhaftiert ist.
Cannabishandel übernommen
Der 14-Jährige bekam das Suchtgift aber auch von einem 17-jährigen afghanischen Asylwerber, der bereits in einen Suchtgifthandel in einer Vöcklabrucker Asylunterkunft Mitte des Vorjahres involviert war. Damals kam es zur Festnahme von drei Asylwerbern. Der 17-Jährige wird verdächtigt, den Cannabishandel nach deren Inhaftierung übernommen zu haben. Er zeigte sich geständig, eine Menge von 150 Gramm Marihuana an den 14-Jährigen verkauft zu haben. Weiters zeigte er sich geständig, den 14-Jährigen als dessen Laufburschen engagiert zu haben, um so schnell und ohne unnötigen Aufwand an Geld zu kommen.
Darüber soll der 17-Jährige weitere bekannte Personen mit Suchtgift versorgt haben. Die Beteiligten wurden bei der Staatsanwaltschaft Wels angezeigt.


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