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BEZIRK VÖCKLABRUCK. Mit einem Onkel-Trick bzw. als falscher Kriminalbeamter wollten unbekannte Täter einen 77-Jährigen betrügen. Die Täter werden dabei immer dreister und versuchten sogar, das Opfer in Sicherheit zu wiegen, indem sie ihn bei einem(ebenfalls vorgetäuschten) Polizei-Notruf anrufen ließen.

Die Täter werden immer dreister, Vorsicht ist geboten. Symbolfoto: Wodicka
Die Täter werden immer dreister, Vorsicht ist geboten. Symbolfoto: Wodicka

Der Pensionist erhielt auf seinem Festnetzanschluss einen Anruf einer Frau, die ihn mit einem leichten Akzent mit den Worten „Hallo Onkel“ ansprach. Im Glauben mit der aus Russland stammenden Gattin seines Enkelsohnes verbunden zu sein, kam es schließlich zu einem Telefonat. Der Pensionist wurde gebeten, zur kurzfristigen finanziellen Überbrückung mehrere tausend Euro zu leihen.

Falscher Kriminalbeamter rief an

Nach dem Telefonat erhielt der 77-Jährige einen Anruf von einem vermeintlichen Kriminalbeamten des Landeskriminalamts Salzburg. Dieser gab an, dass der Mann soeben mit einer Betrügerin telefoniert habe, sie aber bereits von der Polizei überwacht werde. Der Pensionist wurde vom falschen Polizisten aufgefordert, zum Schein auf die Forderungen einzugehen. Bei der Geldübergabe würde die Frau dann festgenommen werden. Um ihn in Sicherheit zu wiegen, wurde der 77-Jährige aufgefordert, sich über den Notruf der Polizei mit ihm verbinden zu lassen.

Notrufnummer gewählt - ohne vorher aufzulegen

Der 77-Jährige wählte die Notrufnummer - ohne jedoch das zuvor geführte Telefonat zu beenden - worauf er nach Vermittlung durch eine vorgetäuschte Polizeinotrufzentrale glaubte, tatsächlich mit dem Kriminalbeamten zu sprechen.

Geschickter Betrug

Im Anschluss erfolgten mehrere gleichzeitige Telefonate mit der Anruferin am Festnetz und dem vermeintlichen Kriminalbeamten via Mobiltelefon. Die beiden Betrüger arbeiteten Hand in Hand: Während die unbekannte Täterin schließlich neben Bargeld auch Gold und Schmuck forderte, entlockte der Kriminalbeamte dem 77-Jährigen nähere Details zu den Wertgegenständen im Wohnhaus. Als der Pensionist angab, als Jäger eine Waffe zu besitzen, endeten die Telefonate mit den beiden unbekannten Tätern rasch und es erfolgte auch keine weitere Kontaktaufnahme mehr.


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