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VÖCKLABRUCK. Anna Pavlova (geboren 1989 in Penza, Russland) war in der Landesmusikschule Vöcklabruck zu Gast. Ihr Klavier Recital enthielt die Sonate Es-Dur opus 81a „Les Adieux“ von Ludwig van Beethoven, das Scherzo in cis-moll opus 39 von Frederic Chopin, den Walzer in As-Dur opus 38 von Alexander Skrjabin, die Etüde Nr. 8 in c-moll „Wilde Jagd“ von Franz Liszt und die Sonate in h-moll von Franz Liszt.

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Die Les Adieux-Sonate – eine musikalische Nachdichtung freundschaftlicher Empfindungen – wurde von Anna Pavlova brillant interpretiert, tiefe Wehmut und stürmischer Jubel, Schmerz und freudige Begeisterung kamen wunderbar zum Ausdruck. Im Scherzo von Chopin bezauberte Anna Pavlova mit der herabstürzenden Folge von gebrochenen Akkorden die Zuhörer; im Walzer von Skrjabin zeigte sie ihre phänomenale Beherrschung aller – auch der nur von Skrjabin komponierten – Spieltechniken.

Die Werke von Franz Liszt, zunächst die „Wilde Jagd“ – ein kühner Wurf Liszts in pittoreskem Kolorit mit blendender  Klangwirkung – und nach der Pause die h-moll-Sonate, das umfangreichste und bedeutendste Klavierwerk im Schaffen von Franz Liszt, erklangen mit triumphaler pianistischer Bravour: Wie die Künstlerin in der h-moll-Sonate z.B. das Fugato – eine pianistisch wie kontrapunktisch meisterhafte Episode – spielte oder wie sie die feurige Oktavenstretta in das hymnische Akkordmotiv münden ließ – das waren großartige Momente in einer der gewaltigsten Tondichtungen der gesamten Klavierliteratur. Eine kongeniale Interpretation eines unvergleichlichen Werkes.

(von Fred Androsch)


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