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REGAU. Das Programm des Festivals enthielt heuer Werke von Haydn, Brahms und Schostakowitsch, Mozart und Schostakowitsch.

 (Foto: privat)
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Der Krieg, der Tod mehrerer Freunde und die Schikanen der Stalinregierung machten Schostakowitsch zeitweise schwer zu schaffen – er komponierte Bekenntnismusik ersten Ranges: Klaviertrio e-moll op. 67 (1944) und das Klavierquintett g-moll op. 57 (1941). Diese Werke sind äußerst interessant, die Interpretationen waren gefühlvoll und richtig packend.

In Haydn's Klaviertrio C-Dur HV XV/27 aus dem Jahr 1796 glänzte das Spiel mit perfekten Modulationen, heiterem Themenzuspiel und Vorgriffen auf romantische Stimmungen – Haydn wusste eben schon 1796 sehr gut, was noch alles kommen würde.

Kraftvolle Intensität

Im „radikalen“ c-moll-Klaviertrio op. 101 von Johannes Brahms  - einem wuchtigen Werk voll angespannter kraftvoller Intensität – werden die rhythmischen Kräfte durch gesangliche Elemente gebändigt und münden in bejahendes C-Dur ein.

Von den – Haydn gewidmeten – sechs Quartetten steht nur KV 421 in moll. Mozart hat hier den Grundstein für die Anwendung dieser ausdrucksstarken Tonart gelegt (Teile der c-moll-Messe, Klavierkonzert KV 466, Don Giovanni, Requiem). Das dritte Konzert war ganz einem Werk des Salzburger Meisters gewidmet: Der Zauberflöte. Alle Typen: Der Zorn der Königin der Nacht, der Mue Taminos, die Innigkeit der Pamina, die Weisheit und die Güte Sarastros, die Liebe der Papagena und der Witz Papagenos – kamen in dieser Bearbeitung (verwandt mit den Harmoniemusiken dieser Zeit von J.Ehrenfried) großartig zur Geltung.

(von Fred Androsch)


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