„Alkolenker sind davon überzeugt, noch verkehrstüchtig zu sein“
BEZIRK VÖCKLABRUCK. 580 Führerscheine musste die Polizei heuer bereits entziehen, weil Autolenker trotz mehr als 0,8 Promille Alkohol im Blut hinter dem Steuer saßen. Diese Zahl dürfte bis Jahresende noch auf mehr als 630 steigen, schätzt Klaus Decker vom Verkehrsreferat des Bezirkspolizeikommandos Vöcklabruck.

In der Vorweihnachtszeit häufen sich die Feiern und viele Verkehrsteilnehmer kommen dabei in Versuchung, alkoholisiert nach Hause zu fahren. Bei einer unlängst durchgeführten Schwerpunktkontrolle musste die Polizei gleich sechs Autofahrern den Führerschein wegen Alkoholeinflusses abnehmen, zwei Lenker wollten vor der Kontrolle flüchten – einer davon wiederum mit 1,2 Promille Alkohol im Blut. „Diese Leute haben eines gemeinsam: Sie sind alle davon überzeugt, verkehrstüchtig zu sein“, weiß Decker. Dies gelte besonders für jene, für die der Alkohol ein täglicher Begleiter sei. An solche Wiederholungstäter komme man nicht mit Prävention heran, deshalb will der Sicherheitsexperte auch das Umfeld dieser Personen sensibilisieren.
Dabei sei Autofahren an und für sich schon gefährlich und erfordere volle Konzentration. Alkoholkonsum mache aber leichtsinnig. Deshalb rät Decker dazu, das Auto gleich zu Hause stehen zu lassen, wenn man Alkohol konsumieren will. Dann komme man gar nicht in Versuchung, sich selbst zu überschätzen. Die Polizei kündigt im Bezirk Vöcklabruck in der Vorweihnachtszeit wieder Alkokontrollen zu allen Tageszeiten an.


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