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Online Redaktion, 23.01.2018 08:36

VÖCKLABRUCK/GMUNDEN. Bereits ab Donnerstag, 1. Februar werden auch die Notrufe aus dem Bezirk Vöcklabruck in der neuen Rettungsleitstelle Salzkammergut in Gmunden bearbeitet. Von dort aus werden dann drei Notarzteinsatzfahrzeuge (NEF) und 54 Rettungsfahrzeuge in beiden Bezirken koordiniert.

Die Leitstellen-Disponenten des Roten Kreuzes koordinieren ab 1. Februar von Gmunden aus auch den Einsatz der 23 Rettungsfahrzeuge im Bezirk Vöcklabruck und die drei Notarzt-Teams für beide Bezirke.

Rund 95.000 Einsätze werden jährlich über die neue Leitstelle Salzkammergut abgewickelt werden, die dann für die rettungsdienstliche Versorgung von 236.000 Menschen mit bis zu 160.000 Aufträgen zuständig ist. Die Technik in der Leitstelle Vöcklabruck war überaltert und überfällig für eine Erneuerung. Die in Gmunden bereits vorhandende moderne Technik und der Umbau der dortigen Rotkreuz-Bezirksstelle gaben den Ausschlag, die gemeinsame Leitstelle dort anzusiedeln.

„Quantensprung in der Technologie“

„Der Anrufer wird von dieser Umstellung nichts bemerken“, beruhigt Rotkreuz-Bezirksrettungskommandant und Bezirksgeschäftsleiter Gerald Schuster. Die Umstrukturierung bringe aber zusätzliche Vorteile wie die bessere Kenntnis des Gesamtaufkommens. „Der Zusammenschluss stellt einen Quantensprung in Bezug auf die Technik dar. Durch unterstützende Programme kann das Personal leichter möglichst rasch und effizient Hilfe dorthin bringen, wo sie notwendig ist“, so RK-Bezirksstellenleiter Johannes Beer. Dies verlängere keinesfalls die Wartezeit der Patienten, ganz im Gegenteil. Denn die Mitarbeiter der Leitstelle erhalten zudem technische Unterstützung durch ein hochmodernes Einsatzleitsystem. Ein falsch gerouteter Notruf kann so ohne jegliche Verzögerung weitergeleitet werden. Bei Ressourcenengpässen sieht der Leitstellenmitarbeiter sofort, wo das nächstgelegene Rettungsmittel verfügbar ist und kann bedarfsweise auch ein näher positioniertes (Notarzt)-Einsatzfahrzeug aus einem anderen Bezirk unmittelbar selbst alarmieren.

Keine Personalreduktion, Konzentration auf Anrufer

Der Zusammenschluss hat keine Personalreduktion zur Folge. Zwei Vollzeitmitarbeiter werden in den beiden Bezirken künftig im Rettungsdienst eingesetzt. Dies wird aufgrund der steigenden Fahrten der vergangenen Jahre notwendig. Durch das bessere Nutzen von Synergien lassen sich hohe Auslastungen mit hohem Anrufvolumen und Einsatzspitzen nun besser kompensieren. Künftig kann sich der Leitstellenmitarbeiter noch mehr auf die Betreuung des Anrufers konzentrieren. „In schweren Notfallsituationen erteilt er Soforthilfehinweise an die meldende Person – falls erforderlich bleibt er bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes mit dem Anrufer verbunden. Der Disponent sieht schon kurz nach Einlangen des Telefonates den Auftrag. So kann dieser bereits während des Gespräches die erforderlichen Einsatzkräfte alarmieren. Dies steigert die Effizienz unserer Arbeit natürlich enorm und dient unmittelbar dem Patienten“, so Christopher Staude, einer der beiden Dienstführenden der Leitstelle.

Im Zuge der Umstellung kommt es zu Änderungen bei den Notrufnummern: Der Notruf 144 dient sowohl im Notfall als auch zur Bestellung von Krankentransporten.

Rufnummern mit neu bestimmten Zwecken

Neu ist, dass über 144 künftig auch die geplanten Fahrten zu bestellen sind. Darunter fallen ärztlich angeordnete Transporte zu Ambulanzen, Kontroll- und Therapieeinrichtungen sowie die Bestellung von Heimtransporten.

Die Rufnummer 141 ist ausschließlich dem Hausärztlichen Notdienst vorbehalten und dient für Auskünfte über den diensthabenden Bereitschaftsarzt sowie zur Entgegennahme von Visiten der praktischen Ärzte bei akuten gesundheitlichen Beschwerden außerhalb der Ordinationszeiten


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