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BEZIRK. Zwölf Feuerwehren sind vergangenen Donnerstag in Desselbrunn zu einem Brand ausgerückt. Durch das rasche Eingreifen konnte Schlimmeres verhindert werden. Dies ist nur ein Beispiel dafür, dass die Feuerwehren auch in Zeiten von Corona mit vollem Einsatz ihren Dienst verrichten.

Mit Mund-Nasenschutz bei einem Unfalleinsatz in Attnang-Puchheim Foto: FF Puchheim
Mit Mund-Nasenschutz bei einem Unfalleinsatz in Attnang-Puchheim Foto: FF Puchheim

Bei einem Abstellplatz eines Fahrzeuges auf einem Bauernhof in Sicking sei das Feuer ausgebrochen, schildert der Feuerwehrbezirkskommandant von Vöcklabruck, Wolfgang Hufnagl. Weil die Feuerwehr rasch eingegriffen habe, sei der Brand schnell unter Kontrolle gebracht geworden. Die Einsatzbedingungen sind derzeit erschwert, betont Hufnagl. Beim Einsatz muss ja auch den Covid-19-Bestimmungen Rechnung getragen werden. Der Mund-Nasenschutz ist Pflicht. Bei einem Einsatz wird bereits vor dem Feuerwehrdepot festgelegt, welche Mannschaft notwendig ist und wer mitfährt. Natürlich ist die Feuerwehrarbeit mit den Schutzmasken noch schwieriger, als sie ohnehin schon ist. Die Feuerwehren im Bezirk Vöcklabruck unterstützen aber auch die Arbeit des Roten Kreuzes und der Polizei, etwa bei der Drive-In-Teststation. Zudem werden Logistikaufgaben übernommen, wie Maskentransporte, die Versorgung von Schulen mit Desinfektionsmitteln oder Lagerarbeiten.

Dichtes Feuerwehrnetz

„In Zeiten wie diesen zeigt es sich ganz deutlich, wie wichtig und wertvoll unser dichtes Netz an Feuerwehren in Oberösterreich mit seinen vielen Mitgliedern ist. Gerade der hohe Personalstand ist eine der Stärken unserer Feuerwehren, der sich auch in Zeiten wie diesen bezahlt macht“, so Feuerwehr-Landesrat Wolfgang Klinger.In den Covid-Monaten März und April wurden im Zuge der Brandeinsätze in Oberösterreich von 12.800 Feuerwehrmitgliedern bislang mehr als 23.700 Einsatzstunden geleistet. Alleine bei den landwirtschaftlichen Objekten verzeichneten die Feuerwehren in diesem Zeitraum insgesamt 96 Brandeinsätze. „Einsätze bei Bränden gestalten sich aufgrund des hohen Personalbedarfes in Zeiten wie diesen besonders schwierig, da neben den üblichen Sicherheitsmaßnahmen auch hier die Covid-Regeln eingehalten werden müssen“, so Landes-Feuerwehrkommandant Robert Mayer aus Schwanenstadt, der gemeinsam mit dem Einsatzstab im Landes-Feuerwehrkommando entsprechende Handlungsanweisungen zur Sicherung der Feuerwehrkräfte im Einsatzdienst ausgegeben hat. Rechnerisch standen mit knapp 30.000 Mitgliedern nahezu ein Drittel der 92.000 Feuerwehrmitglieder in Oberösterreich im Einsatz. Bei Bränden, Verkehrsunfällen oder etwa den Assistenzleistungen haben sie seit Ausbruch der Corona-Krise Anfang März mehr als 63.500 Einsatzstunden geleistet. Auf die Assistenzleistungen für die Unterstützung der Gesundheitseinrichtungen entfallen dabei 6.914 Einsätze, bei denen 25.278 Stunden aufgebracht wurden.

Diese Situation meistern

„Auch wenn die in diesem Rahmen ausgeführten Tätigkeiten nicht zu den Kernaufgaben der Feuerwehren zählen, so sehen wir es dennoch als unsere Pflicht und unseren Beitrag zum Meistern dieser außergewöhnlichen Situation in unserem Land“, betont Landes-Feuerwehrkommandant Robert Mayer.

Dank an alle FF-Mitglieder

„Ich bedanke mich bei allen Mitgliedern, die nicht nur zur Bewältigung dieser Krise, sondern auch für die Aufrechterhaltung der alltäglichen Sicherheit für unsere Bevölkerung da sind“, sagt Landesrat Wolfgang Klinger.


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