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WEYREGG. Die Österreichischen Bundesforste führen derzeit österreichweit Seereinigungsaktionen an ihren Gewässern durch. Im Zuge dessen wurde auch ein Segelboot vom Grund des Attersees geborgen. 

Ein sechs Tonnen schweres Segelboot wurde geborgen. Foto: ÖBf/W. Simlinger
  1 / 3   Ein sechs Tonnen schweres Segelboot wurde geborgen. Foto: ÖBf/W. Simlinger

Die heurige Seereinigungsaktion am Attersee war weder für die Bundesforste als Seenbewirtschafter noch für die Taucherinnen und Taucher der Feuerwehr in der Region eine alltägliche Aktion. Trotz widriger Wetterbedingungen – Wind und Temperaturen um die 6 Grad machten den freiwilligen Helfern zu schaffen - gelang es, ein rund sechs Tonnen schweres Segelboot im Gemeindegebiet von Weyregg vom Grund des Sees an die Oberfläche zu hieven.

Große Herausforderung

Die Taucher haben dafür unter Wasser drei große mit Luft gefüllte Hebeballons angebracht und es langsam aus etwa 13 Meter Tiefe nach oben schwimmen lassen. Die große Herausforderung: Der Rumpf des Bootes hat sich durch die Wasserströmung bereits in den Seegrund eingegraben. Außerdem haben ins Boot eingedrungener Schlamm sowie die mit Wasser angesaugte Bootsplanken das Gewicht des Bootes noch einmal erhöht!

Nach erfolgreicher Bergung wurde das Schiff in Richtung Ufer geschleppt, von wo es nun in den nächsten Tagen aus dem Wasser gehoben wird. Die fachgerechte Entsorgung organisieren die Bundesforste.

Seenreinigungsaktion

Urlaub an den heimischen Seen lag diesen Sommer voll im Trend. Die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) starten daher zum Ende einer intensiven Badesaison eine großangelegte Seenreinigungsaktion und befreien zahlreiche Gewässer von Müll und „Andenken an den Sommer“. Dosen, Flaschen und Plastiksackerl bis hin zu Stahlfässern, Reifen, Strandmöbeln und Booten: Das alles ist am Grund österreichischer Seen zu finden. „Gemeinsam mit regionalen Vereinen und Gemeinden führen wir einen österreichweiten Herbstputz an beliebten Badeseen durch“, so Georg Schöppl, Vorstand für Finanzen und Immobilien der Bundesforste, die mehr als 70 der größeren Seen des Landes nachhaltig bewirtschaften. Insgesamt sind seit Mitte September rund 100 Helfer der Österreichischen Wasserrettung, der Feuerwehr sowie regionaler Tauchsportvereine im Einsatz sein, um Seen und Uferbereiche in Oberösterreich, Kärnten, Salzburg sowie der Steiermark zu reinigen. Die Tauchgänge werden vorwiegend in ufernahen Bereichen stattfinden und bis in eine Tiefe von rund 20 Metern gehen.

Müll bedroht sensibles Ökosystem

Die bestens ausgerüsteten freiwilligen Helfer bergen hunderte Kilos an Müll, darunter teils auch Fundstücke, die das Ökosystem und die Wasserqualität gefährden könnten. Die Gegenstände gelangen entweder durch Stürme oder durch unachtsame Entsorgung in die Gewässer. „Das Umweltbewusstsein hat in den letzten Jahrzehnten zwar stark zugenommen, dennoch werden Seen leider immer wieder als Mülldeponie missbraucht“, so Schöppl. „Wir haben schon die unterschiedlichsten Dinge an die Oberfläche geholt. Aber gerade Autobatterien, Kühlschränke, Öl- oder Treibstofffässer haben in den Gewässern nichts verloren und müssen unbedingt entfernt werden, um das sensible Ökosystem nicht zu gefährden“, betont Schöppl. Die umweltgerechte Entsorgung des geborgenen Mülls übernehmen die Bundesforste in Zusammenarbeit mit den Gemeinden. „Die regionalen Vereine und Organisationen sind wichtige Partner für uns, um die Seen sauber zu halten. Die Zusammenarbeit funktioniert seit Jahren ausgezeichnet“, freut sich Schöppl.

Nachhaltiges Seenmanagement oberstes Gebot

Insgesamt pflegen, schützen und bewirtschaften die Österreichischen Bundesforste für die Republik Österreich 74 Seen mit mehr als einem Hektar Wasserfläche sowie zahlreiche Kleinseen. Nachhaltigkeit in der Seenbewirtschaftung ist dabei oberstes Gebot. „Als größter Naturraumbewirtschafter Österreich sind wir uns unserer Verantwortung bewusst. Unsere Seen ziehen jedes Jahr tausende Besucher an. Sie sind sowohl Naherholungsgebiet als auch wertvoller Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Deshalb setzen wir alles daran, sie bestmöglich auch für künftige Generationen zu erhalten“, so Georg Schöppl.


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