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REGAU. Am vergangenen Samstag lud die Superintendentur Linz zu einem Dankgottesdienst in die evangelische Kirche in Rutzenmoos ein. Anlass war die Übergabe der Agenden des seit 20 Jahren bestehenden evangelischen Museums. Bereits letztes Jahr hätte dieses Jubiläum groß gefeiert werden sollen, doch die Pandemie zwang zur Verschiebung und letztendlich zu einer Feier in kleinem Rahmen mit ausschließlich geladenen Gästen. 

Das Evangelische Museum OÖ in Rutzenmoos, Gemeinde Regau Foto: Mac
  1 / 2   Das Evangelische Museum OÖ in Rutzenmoos, Gemeinde Regau Foto: Mac

Der Schauspieler, Regisseur und Theaterproduzent Daniel Pascal, der den Text für das Intro im Museum sprach, ging auf die Entstehungsgeschichte des Museums ein, seine persönliche Verbindung zu Familie Eichmeyer und die Aufgabe damals, ein modernes Museum zu gestalten. Er bezeichnete in seiner Ansprache Ulrike Eichmeyer-Schmid als Seele des Museums, an dessen Entstehung sie beteiligt war und das sie die letzten 15 Jahre erfolgreich leitete.

Evangelisches Museum wurde zu Marke

Den Gottesdienst hielten Senior Andreas Hochmeir und Superintendent Gerold Lehner, der in seiner Ansprache auf Psalm 78 einging, in dem es um die Weitergabe der Geschichten aus alter Zeit an die nächsten Generationen geht. Auch ein Museum hat die Aufgabe, Vergangenes in ansprechender Form weiterzugeben. Das evangelische Museum ist in den vergangenen Jahren zur Marke geworden, weil regionale und auch internationale Verbindungen geknüpft wurden, was auf die engagierte und umsichtige Leitung von Ulrike Eichmeyer-Schmid zurückgeht, die hochrangige Persönlichkeiten zu Vorträgen ins Museum einladen konnte, wie beispielsweise die Theologin und Pfarrerin Margot Käßmann oder Christine Maria Grafinger, die Archivarin der Handschriftenabteilung des Vatikans. Gerold Lehner dankte Frau Eichmeyer-Schmid für ihre Liebe zum Museum, ihren Einsatz und ihre Hartnäckigkeit. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Franziska Riccabona an der Orgel, Susanne Thielemann Gesang und dem Posanenquartett unter der Leitung von Peter Neudorfer.

Dank und Anerkennung von höchsten Stellen

Die Gruß- und Dankesworte kamen von Bischof em. Maximilian Aichern, der sich in einem Brief für die langjährige Freundschaft bedankte, die ihn mit Ulrike und ihrem 2019 verstorbenen Mann Hansjörg Eichmeyer verband, der vor über 20 Jahren als Superintendent für die Errichtung des evangelischen Museums in der ehemaligen evangelischen Schule in Rutzenmoos geworben hatte. Bezirkshauptmann Johannes Beer bedankte sich dafür, dass das Museum so einen großen Stellenwert im Bezirk hat und dass es wichtig ist, dass das Erinnern und Verzeihen über Generationen geübt und weitergegeben wird. Landeshauptmann Thomas Stelzer würdigte Ulrike Eichmeyer-Schmid für ihre Tätigkeit als Leiterin des Museums und dankte auch im Namen seines Vorgängers Josef Pühringer, der auch an der Feier teilnahm. Seiner Meinung nach brauchen Ehrenamtliche Vorbilder, die motivieren und verlieh der scheidenden Leiterin des evangelischen Museums den Titel „Konsulentin für allgemeine Kulturpflege“.

Geschenke zum Abschied

Bischof Michael Chalupka, der in Begleitung seines Vorgängers Michael Bünker gekommen war, griff ein Wort von Ulrike Eichmeyer-Schmid auf, das sie bei der Eröffnung des Museums geschrieben hatte und das alles umfasst: „Das Wissen um unsere Vergangenheit  gehört zu unserem Leben. Das Wissen um die evangelische Kirche gehört zu unserem Glauben.“ Er erinnerte an die oberösterreichische Landesausstellung 2010 „Renaissance und Reformation“, in der der evangelische Glaube einem breiten Publikum näher gebracht wurde. Im Anschluss daran überreichte Renate Bauinger, die Nachfolgerin von Ulrike Eichmeyer-Schmid, das Geschenk der Diözese. Auch der Vorstand des Museums und alle Mitarbeiter bedankten sich mit einem Geschenk.


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