Leserbrief: Mullsammeln als Beitrag zu gelebtem Tier- und Umweltschutz

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Martina Ebner Tips Redaktion Martina Ebner, 25.05.2022 11:02 Uhr

BEZIRK VÖCKLABRUCK. Bezirksbauernkammerobmann Alfred Land sendete der Tips-Redaktion Vöcklabruck einen Leserbrief zur Flurreinigung und zum Müllsammeln und bezeichnete sie als wichtige Beiträge zu gelebtem Tier-, Umwelt und Naturschutz, aber auch Schutz der Verkehrsteilnehmer.

In den vergangenen Wochen und Monaten wurde generationenübergreifend Müll entlang von Verkehrswegen gesammelt.

Meist wurde die Aktion von Gemeinden organisiert, aber auch umweltbewusste Vereine, Gruppen, Familien und Einzelpersonen haben mitgearbeitet, oft auch unterstützt durch Traktoranhänger für die Abfuhr, Wiesen, Äcker, Wälder und Begleitstreifen der öffentlichen  Straßen wurden gesäubert. Seitens der Bezirksbauernkammer Gmunden Vöcklabruck spreche ich Ihnen, stellvertretend für alle Bauern und Grundeigentümer landwirtschaftlicher Grundstücke meinen Dank aus und habe großen Respekt für den hohen persönlichen Einsatz, das ist ein unverzichtbarer Beitrag zu einer gepflegten Kulturlandschaft.

Dieser große persönliche Einsatz macht die Handlung, Müll einfach wegzuwerfen, umso verwerflicher. Neben dem vermeintlich rein optischen Thema sind Plastik, Glas, Aludosen und im besonderen auch Zigarettenstummel für Boden, Gewässer, Tierwelt und nicht zuletzt auch für Verkehrsteilnehmer ein Risiko.

Amtstierarzt Herbert Seiringer berichtet aus seiner beruflichen Erfahrung, über den Kontakt mit Tierärzten in Haustierbereich und als Jäger. Zerfetzte Aludosen sind rasierklingenscharf und führen zu schweren Schnittverletzungen bei Wild und Haustieren. Solche Dosen sind der Hauptgrund für innere Verletzungen und führen, weil eben nicht behandelbar, oft zum Tot des Tieres.

Ähnliches gilt auch für Glas, besonders, wenn es zersplittert ist, Landtagsabgeordnete Elisabeth Gneissl, selbst Bäuerin in Frankenburg, weiß dies aus Erfahrung am eigenen Hof.

Glassplitter im Tierfutter verursacht Tierleid. Betroffene Rinder fressen kaum noch, magern rasch ab und haben sichtbar Schmerzen.

Dazu kommt, dass Glas und Metallteile, bei der Futterernte von einem Kreiselmähwerk erfasst, zu einem Geschoss werden und so Verkehrsteilnehmer und Helfer bei der Futtergewinnung gefährden und erheblich verletzen können.

Darüber hinaus verstärken Glas und Aluminium in Hitzeperioden die Sonneneinstrahlung und lösen so auch immer wieder Flurbrände aus.

Am wenigsten sichtbar, aber mit erheblicher ökologischer Auswirkung sind Zigarettenstummel. Neben dem Thema Microplastik ist Nikotin ein potentes Nervengift und gefährdet so die Gewässer- und Bodenökologie.

Drei bis fünf Zigarettenstummel, von einem Säugetier gefressen, führen zu schwersten Vergiftungen. Dieselbe Anzahl Zigarettenstummel von einem Kleinkind gegessen, kann lebensbedrohende Folgen haben.

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