SALZKAMMERGUT. Der 12. Mai ist der internationale Tag der Krankenpflege. Gefeiert wird er zur Wertschätzung der Arbeit der Pflegenden und im Andenken an Florence Nightingale. Die am 12. Mai 1820 geborene Britin gilt als Pionierin der modernen Krankenpflege. Seit dieser Zeit hat es natürlich unzählige Verbesserungen gegeben, die massivsten Veränderungen passierten allerdings in der jüngeren Geschichte der Gesundheits- und Krankenpflege.
Das Gesundheitswesen befindet sich in einem ständigen Umbruch, der sich auch in den Anforderungen an den Pflegeberuf niederschlägt. Neben der Pflege im herkömmlichen Sinn, hat sich das Berufsfeld auch um die Bereiche Gesundheitsförderung und Prävention erweitert. „Die Patienten sind mündiger geworden, sie wollen gut über ihre Krankheit Bescheid wissen. Im Vergleich zu früher nimmt deshalb die Information und Beratung einen höheren Stellenwert ein“, verweist die diplomierte Gesundheits- und Krankenschwester Elke Wurmhöringer auf die gestiegenen Bedürfnisse. Gut informierte Patienten zeigen eine bessere Motivation, an ihrer Gesundung aktiv mitzuarbeiten. „Das verbessert den Verlauf einer Erkrankung, mindert die Folgeschäden und trägt zu einer wesentlichen Steigerung der Lebensqualität bei“, so die Pflegespezialistin Wurmhöringer, die als ausgebildete Diabetesberaterin am Salzkammergut-Klinikum Gmunden tätig ist, weiter. Weniger oder kürzere Krankenhausaufenthalte haben nebenbei eine Kostensenkung im Gesundheitssystem zur Folge. Auch im Bereich der Prävention leistet die Pflege im Rahmen von Schulungen, z.B. bei Veranstaltungen der „gesunden Gemeinde“, wichtige Aufklärungsarbeit, die sich positiv auf das Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung auswirkt. Neben allen Mitarbeitern des Pflegedienstes, die aufgrund ihrer Ausbildung die Berechtigung für allgemeine Beratungen haben, haben sich mittlerweile auch speziell ausgebildete Experten etabliert. Diese Pflegespezialisten werden an allen Standorten des Salzkammergut-Klinikums in Gmunden, Bad Ischl und Vöcklabruck eingesetzt. Die Gesundheits- und Krankenpflege hat sich schon vor langer Zeit von einer dienenden zu einer selbständigen und eigenverantwortlichen Berufsgruppe entwickelt. Vor allem in der interdisziplinären Zusammenarbeit mit den Ärzten gibt es klar festgelegte Tätigkeitsfelder und Kompetenzen. Gerade in letzter Zeit hat es hier einige Verschiebungen, wie z.B. das Abnehmen von Blut aus einer Vene, hin zur Pflege gegeben. Um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden, befindet sich auch die Ausbildung der Pflegekräfte in einem stetigen Wandel. Schon jetzt gibt es an der Schule für allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege am Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck die Möglichkeit eines akademischen Studienabschlusses. Zukünftig wird die Ausbildung an allen Krankenpflegeschulen mit einem Bachelordegree abgeschlossen. Weiterführende Masterstudien ermöglichen eine weitere Spezialisierung auf akademischem Niveau.
Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden