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Die Stadt Vöcklabruck und ihre Umlandgemeinden erarbeiten neue Zukunftsprojekte

Wolfgang Macherhammer, 21.01.2019 13:33

VÖCKLABRUCK. Eine stadtregionale Strategie wurde von den Gemeinden Vöcklabruck, Attnang-Puchheim, Pilsbach, Regau, Timelkam und Ungenach gemeinsam erarbeitet.  

  1 / 2   Mehrere Teile ergeben letztendlich ein schlüssiges Ganzes – die Bürgermeister arbeiten gemeinsam an Projekten: Johann Hippmair (Ungenach), Peter Harringer (Regau), Herbert Brunsteiner (Vöcklabruck), Christian Söser (Regionalmanagement), Peter Groiß (Attnang-P.), Alois Gruber (Pilsbach) und Johann Kirchberger (Timelkam, v.l.). Fotos (2): Mac

Schwerpunkte sind erstens die bessere Anbindung von Radwegen, Bahnhöfen und Betrieben für Alltags-Radfahrer sowie zweitens die Entwicklung eines Naherholungsbandes entlang der Vöckla und Ager mit Anbindungen in die Ortskerne.

Zukunftsprojekte fördern

„Mit der Fördereinreichung erster Zukunftsprojekte in der Naherholung und der Alltags-Nahmobilität wurde der Grundstein für die Umsetzung der stadtregionalen Strategie gelegt“, so die sechs Bürgermeister Herbert Brunsteiner, Peter Groiß, Alois Gruber, Peter Harringer, Johann Kirchberger und Johann Hippmair. Ein strategisches Entwicklungsziel in der Naherholung ist es, einen durchgehenden Vöckla-Ager-Uferweg zwischen den Gemeinden Timelkam und Attnang-Puchheim in Form einer durchgehenden „Hauptachse“ in Ost-West-Richtung und davon abzweigenden Wegen Richtung Norden in die Gemeinden Ungenach und Pilsbach sowie Richtung Süden in die Gemeinde Regau zur Vernetzung der Stadtregion zu etablieren.

Stategie Naherholung

Folgende Naherholungs-Umsetzungsmaßnahmen wurden bereits zur Förderung im Rahmen des EU-Programms „Investitionen in Wachstum und Beschäftigung 2014–2020“ beantragt: Umsetzung eines Leit- und Orientierungssystems der Stadtregion Vöcklabruck; Errichtung eines Street-Workout-Bereichs im Stadtpark Vöcklabruck; Attraktivierung des Rundweges „Freilicht Galerie“ in Pilsbach als ortsübergreifenden Gedächtnisweg „Brainwalk“; Realisierung eines kombinierten Freizeitparks/Sportplatzes im Bereich der Ganztagsschule Regau; Errichtung eines Sanitärcontainers im Bereich Baggersee Regau; Attraktivierung des Michaeli-Freizeitparks sowie Stärkung der Verbindung zum Fluss im Familienpark am Vöckla-Ufer in Timelkam.

Strategie Alltagsmobilität

Zur Stärkung der Alltags-Nahmobilität sieht die stadtregionale Strategie eine Veränderung des Anteils der verschiedenen Verkehrsträger vor: Künftig soll es weg vom motorisierten Individualverkehr und hin zu nachhaltigen Mobilitätsformen gehen. Der öffentliche Verkehr sowie das Radfahren und Zu-Fuß-Gehen sollen gestärkt werden. Im öffentlichen Personennahverkehr soll durch Qualitätsverbesserungen beim Stadtbus eine erhöhte Nutzung erzielt werden. Erste Umsetzungsmaßnahmen, wie die Umgestaltung des regionalen Busbahnhofes in der Öttlstraße in Vöcklabruck und das Schaffen ergänzender elektronischer Haltestellenanzeigen, wurden bereits zur Förderung eingereicht. Ein weiteres zentrales Ziel ist das Schaffen eines geschlossenen Netzes an sicheren Alltags-Radwegen und Radrouten. Dazu soll die Ost-Westverbindung weiter ausgebaut, Nord-Süd-Anbindungen eingerichtet und verbesserte lokale Anbindungen geschaffen werden. Auch hier startet die Stadtregion Vöcklabruck mit einem ersten Radwegebau-Projekt in Preising (Regau), um identifizierte Lücken im Wegenetz nach und nach zu schließen.

Begleitet wird der Stadt-Umland-Kooperationsprozess Stadtregion durch Christian Söser von der Regionalmanagement OÖ GmbH. Das nun angepeilte Investitionsvolumen liegt bei einer Million Euro, alleine 500.000 Euro werden von der EU finanziert.

Zitate der Bürgermeister:

Bgm. Herbert Brunsteiner: „Regionales Denken ist zielführender als reines Gemeindedenken.“

Bgm. Peter Groiß: „In den Köpfen ist die Bereitschaft da, etwas zu bewegen.“

Bgm. Johann Kirchberger: „Projekte steigern die Familienfreundlichkeit der Gemeinde.“

Bgm. Alois Gruber: „Es ist voll in Ordnung, dass Gemeinden übergreifend denken.“

Bgm. Peter Harringer: „Wir haben eine Liste an Themen in der Schublade.“

Bgm. Johann Hippmair: „Nicht Kirchturmdenken, denken in Lebensräumen ist angesagt.“


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