Krise treibt die Arbeitslosenzahlen im Bezirk gewaltig in die Höhe

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Wolfgang Macherhammer Wolfgang Macherhammer, Tips Redaktion, 07.04.2020 09:07 Uhr

VÖCKLABRUCK. Die Corona-Krise hat einen gewaltigen Anstieg bei der Arbeitslosigkeit auch im Bezirk gebracht. Am Arbeitsmarktservice Vöcklabruck ist man jetzt ganz besonders gefordert. „Wir sind personell an der Grenze“, so AMS-Leiterin Karin Gerhart.

Grundsätzlich ist man am AMS Vöcklabruck damit beschäftigt, die unzähligen Arbeitslosenanträge abzuarbeiten. Die Zahlen sind jedenfalls erschreckend: Mit Ende März 2020 waren am AMS Vöcklabruck insgesamt 4.966 Menschen als arbeitslos gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist dies eine Steigerung um unglaubliche 80 Prozent. Das ist aber sicher nicht das Ende der Fahnenstange, die Zahl wird noch weiter steigen. Die Arbeitslosen ziehen sich durch alle Altersgruppen. Die betroffenen Branchen sind buntgemischt, aber vor allem der Gastrobereich, der ja einen Totalausfall hat. „Ab dem 16. März haben uns Arbeitslosenmeldungen auf allen Kanälen erreicht, das hat uns an die Grenzen gebracht“, so AMS Leiterin Karin Gerhart.

Thema Kurzarbeit

Auch die Ansuchen der Betriebe um Kurzarbeit werden über das AMS abgewickelt. Mit Stand 2. April haben im Bezirk Vöcklabruck 1.033 Betriebe ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Auch diese Zahl wird steigen, wie hoch ist derzeit nicht abschätzbar. Das Thema Kurzarbeit wurde früher zentral in Linz abgearbeitet. In Vor-Corona-Zeiten war die Zahl dieser Ansuchen überschaubar. Mit dem neuen, sehr attraktiven Corona-Kurzarbeitsgesetz hat sich das aber schlagartig geändert, das AMS Linz wurde mit Ansuchen regelrecht überrannt und so arbeiten die AMS Regionalstellen in diesem Bereich eben jetzt auch mit. Regelmäßige Telefonkonferenzen mit Linz werden abgehalten. Die Personaldecke am AMS Vöcklabruck ist dünn, aber man versucht trotzdem das Möglichste. „Wir wollen natürlich Arbeitslosen und Betrieben gleichermaßen helfen und sie zufriedenstellen – daran arbeiten wir mit voller Kraft“, so Karin Gerhart abschließend.

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