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BEZIRK VÖCKLABRUCK. In einer Pressekonferenz bekräftigen die SPÖ-Politiker Klubvorsitzender Christian Makor, Nationalratsabgeordneter Michael Seemayer und Nina Andree, die Vorsitzende der Sozialistischen Jugend OÖ, die Forderung nach freien Seezugängen.

Christian Makor, Nina Andree und Michael Seemayer (v.l.) Foto: Ebner
Christian Makor, Nina Andree und Michael Seemayer (v.l.) Foto: Ebner

Das Journalistennetzwerk Addendum hat in Österreich prominente Seeufer vermessen und den Anteil der privaten Flächen mit den öffentlichen zugänglichen Flächen in Beziehung gesetzt. So seien etwa 76 Prozent der Uferfläche des Attersees in privater Hand, nur 13 Prozent sind öffentlich zugänglich, etwa 11 Prozent der Uferfläche sind aus geografischen Gründen nicht verfügbar. Am Mondsee sind 54 Prozent der Uferfläche in Privatbesitz. 8 Prozent der Uferflächen sind öffentlich zugänglich, 38 Prozent unwegbare Uferflächen.

Rückkauf nur beschränkt möglich

Die Gründe für den hohen Privatanteil an den Uferflächen der Seen sind verschieden. Beim Attersee liegt es vor allem am hohen Anteil an Zweitwohnsitzen. Am Mondsee nehmen private Campingplätze relativ viel Uferfläche ein. „Wenn ein öffentliches Seeufer einmal verkauft ist, besteht kaum mehr eine Chance, diese falsche Entscheidung rückgängig zu machen. Auch die Möglichkeiten zum Rückkauf sind beschränkt, nur selten sind Flächen überhaupt verfügbar und die Preisvorstellungen sind horrend“, lehnt Makor Verkäufe der verbleibenden öffentlichen Flächen entschieden ab. Deswegen braucht ein ernsthaftes Bekenntnis des Landes Oberösterreich zu freien Seezugängen auch ein Budget in ernsthafter Höhe, um sich diesem Ziel anzunähern“, bringt es Klubvorsitzender Makor auf den Punkt. Konkret tritt Makor für einen Budgetposten in Höhe von 10 Millionen Euro jährlich im Oö. Landesbudget ein, der für zusätzliche und attraktive öffentliche Seezugänge eingesetzt werden soll.

Petition bereits online

„Obwohl bei der Verwaltung der öffentlichen Seen die öffentlichen Interessen in besonderer Weise zu berücksichtigen sind, ist dies in der tatsächlichen Verwaltungspraxis kein Kriterium“, so Michael Seemayer. Er zeigt als Beispiel das Bundesforstebad Weyregg auf, wo für eine erbaute Luxusimmobile der öffentliche Seeuferzugang verkleinert wurde.

Platz da! Her mit dem freien Seezugang! Unter diesem Slogan startet die Sozialistische Jugend (SJ) mit 26. Juni ihre Kampagne für mehr freie Seezugänge. Diese kann man unter www.sj-ooe.at unterzeichnen.


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