Sozialistische Jugend mit über 7.000 Unterschriften für den freien Seezugang

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Wolfgang Macherhammer Wolfgang Macherhammer, Tips Redaktion, 29.09.2020 11:05 Uhr

ATTERSEE/MONDSEE/LINZ. „Der Großteil der österreichischen Seeufer ist im Privatbesitz, während die große Mehrheit im Sommer keinen Platz zum Baden hat“, kritisierten Sozialistische Jugend-Vorsitzender Paul Stich und SJ Oberösterreich-Vorsitzende Nina Andree heute, Dienstag vor dem Landhaus in Linz.  

Mit ihrer Sommer-Initiative „Platz da!“ hat sich die Sozialistische Jugend für den freien Seezugang stark gemacht und dabei 7.000 Unterschriften gesammelt. Diese wurden jetzt in Kisten zum Landhaus gebracht. „Der Landeshauptmann muss endlich etwas tun, um unsere Seeufer zu befreien!“ so Stich und Andree. Die Petition wird in den kommenden Wochen in den Landtag eingebracht.

Forderungen an den Landeshauptmann 

„Unsere Petition hat gezeigt, dass das Thema vielen Menschen wichtig ist“, so Andree. „LH Stelzer ist jetzt bis zum nächsten Sommer gefordert, endlich etwas zu unternehmen. Wir brauchen in diesem Bereich eine Trendwende: Weniger private Seeufer für Superreiche. Mehr Platz für die Bevölkerung.“ Stich schlägt vor, die Regelung des Bodensees auf alle Österreichischen Seen auszuweiten: „Ein zehn Meter breiter Streifen am Seeufer soll frei zugänglich gemacht werden. Österreichs Naturschätze können nicht weiter mit einem Preisschild versehen und verscherbelt werden. Jede Person in diesem Land soll unsere Berge besteigen, in unseren Wäldern wandern oder in unseren Seen schwimmen dürfen. Und zwar unabhängig von der Dicke des eigenen Geldbörsels!“

Beispiel: 75 Prozent Privatbesitz am Attersee 

Dies sieht auch die Landtagsabgeordnete aus dem Salzkammergut Sabine Promberger so. Gerade im Salzkammergut, an dem die meisten oberösterreichischen Seen liegen, kennt man das Problem nur zu gut. In den wenigen öffentlichen Seebädern war in diesem Sommer, auf Grund der Corona-Abstandsregelungen, besonders wenig Platz. Auch hier wurden im Sommer viele Unterschriften gesammelt. „Es kann nicht sein, dass wir von unseren Seen ausgesperrt sind, nur damit ein paar Superreiche ihren Zweitwohnsitz mit Seeblick genießen können. Zum Beispiel sind am Attersee über 75 Prozent in Privatbesitz. Hier muss sich endlich etwas tun“, stimmt Sabine Promberger der Sozialistische Jugend zu.

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Kommentare

  1. Schwimmimhimmi
    Schwimmimhimmi05.10.2020 21:22 Uhr

    Privatbesitz am Seeufer - Viel besser wäre es für diese Damen und Herren, sich um die fäkalischen Zustände z.B.am Südufer des Mondsee zu kümmern und den Wildbadern und Grillorgiern mit Migrantenhintergrund, dieses unrechtliche Gebaren zu verbieten. Ich komme oft da vorbei, aber noch nie habe ich einen Mandatar gesehen, der dagegen vorging. Es wird schon was dran sein, wenn der Volksmund hinter vorgehaltener Hand erzählt, die haben die Hosen voll und trauen sich gegen die Clans nichts zu unternehmen.

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