Einkommen müssen endlich gleich werden
VÖCKLABRUCK. Der Wert eines Kleinwagens - so groß ist der Unterschied zwischen den Einkommen von Männern und Frauen im Bezirk Vöcklabruck jedes Jahr.

Dagegen protestieren Betriebsräten im Bezirk. Obwohl es ein Gesetz gibt, dass diesen Unterschied verbietet, passiert den Gewerkschaftern zu wenig. Es stört sie, dass die unterschiedliche Bezahlung immer noch von vielen als Kavaliersdelikt gesehen wird.
Angleichung dauert viel zu lange
Während Männer im Bezirk im Jahr durchschnittlich 52.407 Euro verdienen, sind es bei den Frauen nur 39.153 Euro. „Die Differenz von 13.254 Euro jährlich ist eine große Ungerechtigkeit“, so ÖGB-Frauenvorsitzende Christa Ensberger. Der Teilzeitfaktor wurde bei diesen Zahlen natürlich herausgerechnet. Sie fordert die Politik auf, endlich entschiedener gegen diese Ungleichheit vorzugehen.
Auch dem ÖGB-Regionalvorsitzendem Josef Ablinger geht die Angleichung viel zu langsam. Seit 2012 hat sich der Unterschied laut Ablinger zwar von 28,7 Prozent auf 25,3 Prozent verringert. „Bei diesem Tempo dauert es aber noch mehr als 60 Jahre bis wir eine Gleichstellung beider Geschlechter erreicht haben. Das ist uns zu lange“, so der Vorsitzende.
Bisherige Instrumente anscheinend nicht ausreichend
Die von der Politik bisher gesetzten Schritte seien nicht ausreichend. Weder die Einkommensberichte noch die Pflicht zur genauen Lohnangabe bei Stellenausschreibungen hätten ausreichend Wirkung gezeigt. Der ÖGB fordert Taten statt Worte von der Regierung. „Wir leben im 21. Jahrhundert. Eigentlich traurig, dass wir über gleiche Bezahlung noch reden müssen“, stellen Ablinger und Ensberger fest.


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