Beschlossene Sache: Kleeblatt wird fünfblättrig, Schlatt tritt Verwaltungsgemeinschaft bei
SCHLATT. Die Abstimmungen in den Gemeinderatssitzungen fanden in den fünf Gemeinden am gleichen Tag statt. Alle Beschlüsse waren einstimmig und wird somit in voller Breite getragen. Bei dieser Sitzung wurde die Auflösung der 4er Verwaltungsgemeinschaft und die Gründung der 5er Verwaltungsgemeinschaft beschlossen. Umgesetzt werden die Beschlüsse mit 1. Jänner 2021. Die fünf Gemeinden bleiben weiterhin selbstständig, das Gemeindeamt Schlatt wird in das neue Verwaltungsgebäude integriert.

Die Gemeinden Pitzenberg, Pühret, Rutzenham, Oberndorf bei Schwanenstadt und jetzt auch Schlatt sind in dieser Gemeinschaft vereint. Dem Beschluss ging ein straffer Prozess von nur zwei Monaten voraus, bei dem die Bürgermeister und natürlich die Amtsleiter gemeinsam mit den Bediensteten ausloteten, ob und wie eine Verwaltungsgemeinschaft Sinn machen könnte. „Das gute Klima und die konstruktive Zusammenarbeit aller Bediensteten der Verwaltung waren für das positive Ergebnis maßgeblich“, freuen sich die fünf Ortschefs. „Wir erreichen mit der Verwaltungsgemeinschaft eine Steigerung der Kompetenzen gegenüber den Bürgern!“, sind alle von dem gesetzten Schritt überzeugt.
Ohne Druck
„Die Verwaltungsgemeinschaft ist ohne Druck „von oben“ entstanden!“, erläutert Schlatts Bürgermeister Christian Mader und führt weiter aus „Als Bürgermeister ist es mir wichtig, dass wir bestmöglich die Gemeinde gestalten und dazu zählt auch eine entsprechende Verwaltung“. Entstanden ist das Projekt „Verwaltungsgemeinschaft 5+“ unter anderem wegen der bevorstehenden Pensionierung des Amtsleiters der bestehenden Verwaltungsgemeinschaft. „Es wird – gerade für kleinere Gemeinden – nicht einfacher, entsprechendes Personal zu finden. Eine größere Verwaltungseinheit bietet mehr Chancen und Aufgaben, was für Bedienstete attraktiver ist“, ist sich der zukünftige Amtsleiter Markus Wintersteiger (Gemeinde Schlatt) sicher „
Landesrat erfreut
Auch Gemeindelandesrat Max Hiegelsberger freut sich über die einstimmigen Beschlüsse: „Ich bin mir sicher, dass die neue Verwaltungsgemeinschaft gut funktionieren wird. Mit diesen, für alle vorbildlichen Schritt, wird die Servicequalität für die Bürger erhöht und qualitativ abgesichert. Kooperationen sparen Kosten, vereinfachen die Abwicklung und verkörpern ein Zukunftsmodell im Sinne einer modernen Gemeindeverwaltung“. Durch das Verwaltungszentrum 5+ werden die Ressourcen bestmöglich genutzt um für zukünftige Aufgaben gerüstet zu sein. Die politische Selbstständigkeit und somit die gut funktionierende, Großteiles auf ehrenamtlichen Engagement basierende Strukturen bleiben erhalten. Nun wird die praktische Zusammenarbeit und die Übersiedelung des Gemeindeamtes Schlatt bis Jahresende vorbereitet.
Einsparungspotential gegeben
Das Verwaltungszentrum wird dann für insgesamt 4.250 Bürger als qualitative Anlaufstelle für alle Gemeindeanliegen zur Verfügung stehen. Die Gesamtfläche der verwaltenden Gemeinden beträgt 34,65 Quadratkilometer. Die laut Verordnung geplanten Dienstposten werden gleich um acht Mitarbeiter unterschritten. Insgesamt werden Personalkosten vom 149.000 Euro pro Jahr eingespart. Bei den Sachkosten kann ebenfalls eine Reduktion von über 20.000 Euro gerechnet werden.


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