Landesrat Steinkellner: Lokalaugenschein am Attersee
SEEWALCHEN/SCHÖRFLING/STEINBACH. Landesrat Günther Steinkellner machte sich von aktuellen und umgesetzten Projekten ein Bild vor Ort.

Ende April konnte die Geh- und Radwegbrücke über die Ager, welche die Gemeinden Seewalchen und Schörfling verbindet, fertiggestellt werden. Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner überzeugte sich nun vor Ort von der erfolgreichen Umsetzung. „Es freut mich besonders, dass diese Radwegbrücke mit maßgeblicher Unterstützung des Infrastrukturressorts umgesetzt werden konnte. Meine zuständigen Mitarbeiter der Brückenbauabteilung haben die Gemeinden in den letzten Jahren bei der Entscheidungsfindung tatkräftig unterstützt. Darüber hinaus hat die Radwegförderung des Landes die Errichtung einer neuen Brücke erst möglich gemacht“, so Steinkellner.
Erhöhung der Verkehrssicherheit
In Seewalchen konnte sich der Landesrat Steinkellner auch noch ein Bild vom durchgeführten Straßenabtausch eines Teils der L1276 Seewalchener Straße mit der Anton-Bruckner-Straße machen. „In mehreren persönlichen Gesprächen konnte sowohl für die Gemeinde Seewalchen, als auch für die Landesstraßenverwaltung eine höchst zufriedene Lösung gefunden werden, die auch deutlich die Verkehrssicherheit steigert“, so Steinkellner. Damit wurde für die Gemeinde die Möglichkeit geschaffen, die „alte Landesstraße“ entsprechend umzubauen und somit eine Verkehrsberuhigung im Ortszentrum zu erreichen.
Querungshilfe mit Linksabbieger
Auf der L1274 Gamperner Straße im Bereich der Einmündung der Haidacher Gemeindestraße überzeugte sich Steinkellner von der Notwendigkeit des Projekts „Querungshilfe mit Linksabbieger“. „Hier wird die Straßenmeisterei im nächsten Jahr die Querungsmöglichkeit der Fußgänger verbessern und eine Querungshilfe errichten. Außerdem wird ein kurzer Linksabbiegestreifen umgesetzt und damit die Verkehrssicherheit erhöht.“ Die Gesamtkosten für dieses Verkehrssicherheitsprojekt belaufen sich auf etwa 230.000 Euro.
Errichtung eines Multifunktionsstreifens
In Steinbach am Attersee erfolgte eine Baustellenbesichtigung bei der Errichtung des Multifunktionsstreifens entlang der B152. Die Naturvielfalt des Salzkammerguts lockt Jahr für Jahr zahlreiche Menschen in das Atterseegebiet. Viele erkunden das Seengebiet mit dem Fahrrad. Beengte Platzverhältnisse sorgen oftmals für das Ausweichen der Radfahrer und Fußgänger auf die Landesstraßen. Daraus resultieren unübersichtliche Gefahrensituationen für alle Verkehrsteilnehmer. Mittels Multifunktionsstreifen soll die Infrastruktur für Geh-, Rad- und Individualverkehr zukünftig sicherer werden. „Heuer werden im Gemeindegebiet von Steinbach am Attersee fünf weitere Abschnitte mit einem Multifunktionsstreifen ausgestattet. Dadurch erfolgt ein rund 2,1 Kilometer langer Radweglückenschluss, welcher die Verkehrssicherheit im Atterseegebiet fördert“, hält Steinkellner fest.
Arbeiten nach Felssturz
Nur wenige Kilometer entfernt ist die B152 im Bereich des Schobersteins noch immer gesperrt. Am 1. Februar dieses Jahres lösten sich hier mehrere Felsblöcke von einer senkrechten Felswand. Die tonnenschweren Felsen donnerten zuerst eine Felsrinne und anschließend den äußerst steilen Hang am Fuße des Schobersteins hinunter, durchbrachen einige Steinschlagschutzbauwerke und schlugen letztendlich in die B152 Seeleitenstraße, den parallelgeführten Gehweg und im Uferbereich des Attersees ein. Die B152 ist im Gefahrenbereich seit diesem Zeitpunkt für den gesamten Verkehr bis auf Weiteres gesperrt.
Ungesicherte Felsblöcke
Die beigezogenen Geologen und Fachexperten der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) stellten fest, dass sich unmittelbar neben der Abbruchstelle und in der Felsrinne zahlreiche ungesicherte Felsblöcke befinden. Die locker gelagerten Felsbrocken können sich jederzeit lösen und einen erneuten Felssturz auslösen. Da die oben verbliebenen tonnenschweren Felsblöcke in diesem unwegsamen und äußerst steilen Gelände nicht mittels Baumaschinen abgetragen werden können, müssen diese kontrolliert gesprengt werden. Damit das abzusprengende Material das unmittelbar neben der Einschlagstelle befindliche Wohnobjekt nicht gefährdet, wurde zwischenzeitlich auch ein neues Steinschlagschutznetz am Hangfuß der B152 hergestellt und auch die beschädigten Steinschlagschutzbauten provisorisch saniert.
Kontrollierte Sprengungen
Mit dem sprengtechnischen Abtrag der abzustürzen drohenden Felsblöcke wurde Mitte März begonnen. Insgesamt müssen noch etwa 2.500 Kubikmeter Fels abgetragen werden. Da die Felsbrocken auch erhebliche Schäden am Straßenkörper der B152 hinterließen, muss nach Abschluss der Felssicherungsarbeiten und vor der Verkehrsfreigabe auch noch die Fahrbahn der B152 Seeleitenstraße saniert werden. Die Aufhebung der Totalsperre wird aus heutiger Sicht voraussichtlich Mitte Mai erfolgen können.
Busumkehrschleife
Abschließend wurde noch die Busumkehrschleife in der Ortschaft Weissenbach begutachtet, die derzeit von der Straßenmeisterei Seewalchen errichtet wird. „Damit verbunden ist die Verlegung einer Bushaltestelle, mit welcher eine maßgebliche Steigerung der Verkehrssicherheit einhergeht“, freut sich Landesrat Steinkellner. Die Investitionen für dieses Projekt betragen rund. 250.000 Euro.


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