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REGAU/BEZIRK VÖCKLABRUCK. Mehr als 50.000 Unterschriften wurden für das Lebensmittel-Volksbegehren des Regauer Vereins „Echt ehrlich“ bereits abgegeben. 500.000 Unterschriften sind das ehrgeizige Ziel.

Bauernrebell Leo Steinbichler und Obmann-Stv. Franz Strasser (Foto: privat)
Bauernrebell Leo Steinbichler und Obmann-Stv. Franz Strasser (Foto: privat)

„Der Gesetzgeber möge bundesverfassungsgesetzliche Maßnahmen treffen, um eine sofortige und umfassende Lebensmittel-Herkunftskennzeichnung einzuführen. Durch deren Umsetzung wird ein wesentlicher Beitrag zum Klima-, Umwelt-, Gesundheitsschutz und zum Erhalt der regionalen Arbeitsplätze erreicht. Eine Verankerung der Lebensmittelversorgung unserer Bevölkerung mit heimisch-regional erzeugten Lebensmitteln in der Bundesverfassung gewährt die Verfügbarkeit und ist als Grundrecht abzusichern“, heißt der genaue Wortlaut des Volksbegehrens.

„Betrug am Konsumenten“

„Es ist leider keine Ausnahme, wenn im Original Wiener Schnitzel das mangelernährte, ausländische Kalb steckt, oder die Ham-and-Eggs am Frühstücksbuffet aus polnischen Käfigeiern und Speck von niederländischen Mastschweinen bestehen“, sagt Vereinsobmann und Initiator des Volksbegehrens Leo Steinbichler. Neben dem Betrug am Konsumenten, dem man oft auch noch mit rot-weiß-roten Fähnchen Qualität aus Österreich vorgaukele, leide auch das Klima enorm darunter. Importe lebender Schweine und Rinder, die bei der Schlachtung in Österreich per AT-Stempel noch schnell „eingebürgert“ würden, seien eine bewusste Täuschung der Konsumenten.

Gewinnmaximierung

Dieses Bild ziehe sich, so Steinbichler, durch nahezu alle Lebensmittelsparten – angefangen bei Geflügel, wie Hühnern, Puten oder Gänsen, bis hin zum chinesischen Honig gestreckt mit billigem Reissirup. „Überall dort, wo wir in Österreich und aus gutem Grund hohe Standards festgelegt haben, wird versucht, Gewinne durch den Einkauf von ausländischer Billigware zu maximieren.“ Ohne eine lückenlose Herkunftskennzeichnung sei der Konsument daher machtlos und zum Mittäter verdammt. Klima, Umwelt, Tiere und regionale Produzenten würden dafür die Zeche zahlen. Seit Beginn des Einleitungsverfahrens Anfang August dieses Jahres haben bereits rund 50.000 Menschen das Volksbegehren mit ihrer Unterschrift unterstützt


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