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Ottnanger Biokräuterei Mathiasnhof gewinnt Agrarpreis

Martina Ebner, 17.06.2022 12:16

OTTNANG. Seit knapp 30 Jahren gibt es den OÖ Agrarpreis, vergeben wird er alle drei Jahre. Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger geht wie viele „Hofübernehmer“ mit neuen Ideen und frischem Elan an die Arbeit und versetzt das Generationen-Projekt „OÖ Agrarpreis“ in die vernetzte, kommunikative Zukunft. Den Hauptpreis in der Kategorie „Einkommen“ erhält die Biokräuterei Mathiasnhof von Magdalena und Thomas Steinbauer in Ottnang.

Magdalena und Thomas Steinbauer vom Mathiasnhof (Foto: Land OÖ / Silber)
Magdalena und Thomas Steinbauer vom Mathiasnhof (Foto: Land OÖ / Silber)

„Wir leben in einer Zeit, in der Marketing ebenso wichtig ist, wie das eigentliche Produkt oder die zentrale Dienstleistung. Mir war es daher wichtig, neue Preiskategorien am Puls der Zeit zu initiieren und auch den OÖ Agrarpreis selbst zu einer Bühne für die heimischen Land- und Forstwirtschaft zu verwandeln. Heute ist der Tag der Leistungsschau. 15 Preisträger zeigen, wie vielfältig, modern, leistungsfähig und auch ideenreich Landwirtschaft in Oberösterreich ist“, so Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger anlässlich der feierlichen Preisverleihung in den Linzer Redoutensälen.

Insgesamt 135 Einreichungen für den OÖ Agrarpreis 2022 gab es – ein neuer Rekord. Die Reihung und Auswahl der 15 Preisträger erfolgte durch eine Fachjury unter Vorsitz durch Universitätsprofessor Siegfried Pöchtrager (BOKU Wien). Hochkarätige Unterstützung erhielt er von Thomas Neudorfer (BMLRT), LK-Kammerdirektor Karl Dietachmair, Agrar-FH-Studiengangsleiterin Claudia Probst, Agrar-Referent Wilfried Söllradl (Büro LR Langer-Weninger), Augustine Spitzbart (LFW) und Direktor Hubert Huber (LFW-Abteilungsleiter).

Vorbildwirkung

Ausgezeichnet wurden Projekte und Projektträger, die in besonderer Weise ein positives und innovatives Bild der Land- und Forstwirtschaft wiedergeben, Arbeitsplätze und Einkommen im ländlichen Raum ermöglichen, die Produktivität der landwirtschaftlichen Produktion erhöhen und eine nachhaltige und ressourcenschonende Landwirtschaft weiterentwickeln. Sowie jene Betriebe, die die Chancen des World Wide Web und der Sozialen Medien erkannt haben und diese bestmöglich für ihr bäuerliches Unternehmen nutzen.

Preisträger

Einer der drei Hauptpreise im Wert von jeweils 3.000 Euro ging an die Biokräuterei Mathiasnhof Mansing in Ottnang am Hausruck, und zwar in der Kategorie „Einkommen“. Heil-, Küchen- und Wildkräuterprodukte sowie Urgetreide, Ölfrüchte und Eiweißfrüchte werden direkt vermarktet. Die ursprüngliche Kräuteranbaufläche von 3.500 Quadratmeter ist mittlerweile auf 2,5 Hektar ausgeweitet worden. Auf den restlichen 9,5 Hektar Betriebsfläche werden Urgetreide, seltene Ölfrüchte sowie Eiweißfrüchte angebaut. Um den Hof im Haupterwerb führen zu können, wird zurzeit der alte Schweinestall adaptiert. Auf 600 Quadratmeter entstehen Lagerräume, ein Verarbeitungsraum, ein neuer Hofladen als auch ein Seminarraum für die Gruppenangebote des Mathiasnhofs (Exkursionen, Kräuterworkshops, Schule am Bauernhof, etc.). Für das zukünftige zweite Standbein „Urlaub am Biokräuterhof“ wird aktuell zudem Platz für zehn Betten geschaffen sowie ein Kräuterwellnessraum „Kopffrei“ mit diversen Angeboten realisiert. Für 2023 ist die Gestaltung und Eröffnung eines Kräuterwanderweges entlang der Felder mit Schautafeln und Rezeptflyern geplant.

Einer der drei dritten Preis im Wert von jeweils 1.500 Euro - in der Kategorie „Klimaschutz“ erhielt die ARGE Schulmilch unter Obmann Johann Strobl aus St. Lorenz für das Projekt „Schulmilch im neuen rPET Becher“.


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