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BEZIRK GMUNDEN/VÖCKLABRUCK. Das Elektroauto genau dann aufladen, wenn die eigene PV-Anlage Strom im Überfluss produziert: Das lässt sich bereits steuern. HTL-Schüler wollen eine solche Abstimmung auch für Erneuerbare Energiegemeinschaften möglich machen.

Florian Bell, Karim Roider, Ivan Matic, Sebastian Oberndorfer (nicht im Bild: Tobias Freinbichler, Jonas Grubinger) mit KEM-Manager Christian Hummelbrunner (2.v.r.) und Lehrern Thomas Hochleitner (l.), Johannes Egger (3.v.r.), Johannes Molnar (r.) (Foto: HTL Vöcklabruck)

Erneuerbare Energiegemeinschaften (EEGs) sind Zusammenschlüsse von Haushalten und Unternehmen, die untereinander elektrischen Strom weiter geben – etwa, weil die PV-Anlage des einen gerade mehr Sonnenstrom produziert, als er selbst benötigt.

Damit das Aufladen des Elektro-Pkw oder das Aufheizen des Warmwasserboilers möglichst sicher mit dem regional produzierten Strom passiert, muss man jedoch wissen, wann ein solcher Überfluss in der eigenen EEG vorhanden ist. Bislang ein Ding der Unmöglichkeit. Doch Schüler der HTL Vöcklabruck stellten sich der Herausforderung und entwickelten, gemeinsam mit der Energiegemeinschaft Haunolding (Gampern) und der Energiemodellregion Traunstein, eine Lösung: Zunächst werden bei allen Teilnehmern der EEG sogenannte Smartmeter-Leseköpfe installiert. Diese übertragen die Messdaten an eine von den Schülern eigens programmierte Software, die sie auswertet, visualisiert und an die Teilnehmer der EEG weiterleitet. So kann jeder sehen, ob gerade ein Energie-Überschuss vorhanden ist – und sein Verhalten anpassen.

Die Software wird nun weiter entwickelt, die EEG Haunolding führt erste Tests durch. Besonders wichtig ist, dass die Software den EEGs künftig kostenlos zur Verfügung steht, betont Christian Hummelbrunner, Manager der Klima- und Energiemodellregion Traunstein. Erste Anfragen sind bereits eingelangt.


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