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WAIDHOFEN/THAYA. Marlene Streeruwitz, eine der international bekanntesten und engagiertesten Schriftstellerinnen Österreichs, beeindruckte bei einer Veranstaltung des Verkehrsforum.  

  1 / 2   Marlene Streeruwitz las bei der Veranstaltung des Verkehrsforum Waldviertel aus eigenen Werken. Foto: Verkehrsforum Waldviertel

Mehr als 60 Teilnehmer waren der Einladung des Verkehrsforum Waldviertel gefolgt, um die international angesehene Schriftstellerin Marlene Streeruwitz im Saal der Frauenberatung Waldviertel live zu erleben. Die Schriftstellerin beeindruckte durch ihre pointierten und glasklaren Aussagen über ihr Schreiben und aktuelle Fragen.Die Moderatorinnen Irmgard Kaufmann (Frauenberatung Waldviertel) und Martha Weber (Verkehrsforum Waldviertel) interviewten Streeruwitz souverän zu ihren Werken und deren brisanten gesellschaftspolitischen Hintergründen. Nach einer Publikumsdiskussion las die Autorin abschließend aus ihren letzten beiden Romanen „Nachkommen“ und „Die Reise einer jungen Anarchistin in Griechenland“. Angeregte Gespräche wurden noch bis Mitternacht am Buffet weitergeführt.Im Mittelpunkt stand nicht zuletzt – wie könnte es bei der auch tagespolitisch interessierten Streeruwitz anders sein – die große aktuelle Frage um die geplante Schließung von Gyn- und Geburtshilfeabteilung in Waidhofen. Ihre letzten Bücher, die auch die teilweise zusammengebrochene medizinische Versorgung in Griechenland thematisieren, stellten ja eine konkrete Warnung dar. Auch die österreichischen Spitals-“Reformen“ mit Ausgliederungen, Privatisierung und so weiter, gingen in die falsche Richtung und vor allem an den Lebensinteressen der Frauen vorbei. „Kinder bekommen in Würde, ohne riskant lange Anfahrtswege, sei doch nicht zu viel verlangt“, meinte die kompromisslose Kämpferin für Frauenrechte. Sie ermutige daher alle, eingehend und vehement für den Erhalt von Gyn und Geburtshilfe zu kämpfen, und sich auch nicht mit irgendwelchen Kompromissen abspeisen zu lassen. „Bitte, werden sie wütend“, bezog sie klar Stellung. Marlene Streeruwitz forderteweiters auf, eine starke „Community“ zu gründen oder auch eine eigene Regionalpartei, wenn die hohe Politik die Region abschreibt.


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