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WAIDHOFEN/YBBS. Im gut gefüllten Saal des Gasthaus Kerschbaumer trafen sich Funktionäre zur diesjährigen Bezirkskonferenz des Bauernbundes. Ein Fazit: Es ist keine Veränderungen der derzeitigen Situation bei den landwirtschaftlichen Fachschulen Unterleiten und Hohenlehen vorgesehen.

Maria Sonnleitner, Dominik Sonnleitner, Silvia Kreindl, Vizebgm.LKR Mario Wührer, LAbg. Toni Kasser, Franz Raab, Bezirksbäuerin Poldi Hirtenlehner, BR Andreas Pum, Kammerobmann Klaus Hirner (v. l.)

Toni Kasser konnte dazu eine Reihe von Ehrengästen begrüßen. Als Referent fungierte der Direktor der Landeslandwirtschaftskammer Niederösterreich, Franz Raab, der in seinen Ausführungen viele Themen aus Sicht der Interessensvertretung beleuchtete und sehr interessante Einblicke in die Entwicklungen der Landwirtschaft brachte.

Hohenlehen und Unterleiten: keine Veränderungen bis 2023

Landtagsabgeordneter Toni Kasser brachte einen kurzen Rückblick auf das vergangene Jahr und ging im Besonderen auf die Themen Einheitswert und die Entwicklung der Schulen Unterleiten und Hohenlehen ein. Er berichtete, dass in der vergangenen Landtagssitzung das Bauprogramm für die berufsbildenden Schulen in NÖ mit einem Volumen von 110 Millionen Euro beschlossen wurde. „Die Standorte Unterleiten und Hohenlehen kommen in diesem Programm nicht vor. Es ist also bis 2023 keine Veränderung der derzeitigen Situation bei unseren landwirtschaftlichen Schulen vorgesehen“, so Kasser.

„Ohne Bauern kein Leben“

Weitere Themen waren die Forderung nach Anerkennung der bäuerlichen Arbeit für die Gesellschaft sowie nach sicheren Einkommen in der Landwirtschaft, um dem Strukturwandel entgegenzuwirken. Auch das Bekenntnis zu sozialer Sicherheit für bäuerliche Familien durch ein funktionierendes Gesundheits- und Pflegesystem war ein zentraler Punkt. „Wir bilden mit unserer Arbeit und unserem Einsatz den Rückhalt für die Gesellschaft. Ohne Bauern kein Leben, keine lebendigen Regionen, kein Freiwilligenwesen auf dem derzeitigem hohen Niveau“, so Kasser.

Ein konkretes Beispiel für die Wertschätzung der bäuerlichen Arbeit ist die Forderung nach klarer Herkunftsbezeichnung von Lebensmitteln in der Gemeinschaftsverpflegung. Über 50 Prozent der täglichen Mahlzeiten werden bereits in Kantinen, Schulen, Krankenhäusern und anderen öffentlichen Einrichtungen sowie in der Gastronomie zubereitet. Eine eindeutige Herkunftsbezeichnung in diesen Bereichen – ohne bürokratische Schikanen – dient dem Konsumenten und streicht die Arbeit unserer Bauern hervor.

Die Berichte der Bezirksbäuerin Poldi Hirtenlehner und der Bezirksleitung der Landjugend, Maria Sonnleitner und Dominik Sonnleitner über zahlreiche Aktivitäten waren eine große Bereicherung der Bezirksversammlung des Bauernbundes.


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