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WAIZENKIRCHEN. Fabian Grüneis wurde am 11. November 2018 zum neuen Bürgermeister von Waizenkirchen (Bezirk Grieskirchen) gewählt. Er ist damit der jüngste Ortschef Oberösterreichs. 100 Tage nach seinem Amtsantritt zieht er eine erste Bilanz.

Bürgermeister Fabian Grüneis zieht über die ersten 100 Tage Bilanz. Foto: Felix Deixler
Bürgermeister Fabian Grüneis zieht über die ersten 100 Tage Bilanz. Foto: Felix Deixler

Tips: Was hat sich seit 11. November in Ihrem Leben getan?

Fabian Grüneis: Viel. Ich bin mittlerweile nicht mehr 20 Stunden nebenbei tätig, sondern nur mehr hin und wieder. Ich bin die ganze Woche im Büro, also hauptberuflich Bürgermeister.

Tips: Haben Sie sich das Bürgermeisteramt so vorgestellt?

Grüneis: Jein, aber im Großen und Ganzen schon. Ich bin ja nicht neu in der Politik. Bei manchen Sachen denkt man sich im Vorfeld nicht, dass sie so kompliziert sind, und wiederum andere, die schwierig erscheinen, sind ganz simpel. Es ist nie so, wie man es sich vorher im Kopf vorstellt. Aber mir gefällt es sehr gut, weil es so abwechslungsreich ist. Jeden Tag gibt es Termine, oft im Stundentakt und viele Projekte, wo etwas weitergeht, das gefällt mir.

Tips: 100 Tage im Amt – welches Resümee ziehen Sie?

Grüneis: Ich hatte sehr viel Kontakt zu den Waizenkirchnern, war auf vielen Weihnachtsfeiern und Jahreshauptversammlungen. Ich bin sehr zufrieden. Es wurden viele neue Projekte gestartet und ein paar Projekte aus der Wahlbewegung schon umgesetzt, für größere wurden die Weichen gestellt. Bestellt wurden Geschwindigkeitsmessgeräte, die Zufahrt bei Essen auf Rädern wurde verbessert, der Ausbau der Nachmittagsbetreuung ist im Gange, ein kleiner Teil des Marktplatzes ist bereits fertig, es gibt neue Kommunikationskanäle für die Gemeinde wie Facebook und Instragram und wir haben die Bürgerstammtische ins Leben gerufen. Und natürlich auch den Neujahrsempfang. Mit allen Parteien wurden Neujahrsgespräche geführt und angeboten, dies regelmäßig zu machen. Ich habe immer gesagt, ich bin der Bürgermeister für alle und möchte, dass alle an einem Strang ziehen und zusammenarbeiten.

Tips: Die Arbeit als Ortschef und die Auftritte als DJ – wie lässt sich das verbinden?

Grüneis: Es geht besser als erwartet. Es ist schon vorgekommen, dass ich bis elf auf einer Weihnachtsfeier bin und dann noch in einen Club fahre. Natürlich hat es auch schon gegeben, dass ich Auftritte absagen musste, aber damit rechnet man eh.

Tips: Mit welchen Herausforderungen wird Waizenkirchen in Zukunft zu kämpfen haben?

Grüneis: Definitiv eine große Herausforderung wird der Verkehr in Waizenkirchen werden. Da müssen wir uns Gedanken machen, denn auch wenn es erfreulich ist, dass sich Firmen ansiedeln und Wohnungen gebaut werden, wird damit auch der Autoverkehr mehr. Beim Thema Hochwasserschutz, wo die Meinungen so auseinandergehen, möchte ich nicht, dass ein Ort gespalten wird. Hier ist wichtig, dass alle die selben Informationen bekommen, daher wird es im Mai oder Juni eine große Informationsveranstaltung geben. Beim fertigen Marktplatz muss man schauen, dass dieser belebt wird und es Veranstaltungen gibt. Das Betriebsbaugebiet ist voll, hier müssen wir wieder neue Flächen finden. Plätze für Wohnungen finden ist auch wichtig, gleichzeitig muss man aber auch schauen, dass nicht zu viele Flächen zugebaut werden. Thema ist nach wie vor das Schloss Weidenholz, wo es gut aussieht, dass es eine realisierbare Lösung gibt. Ein Gedanke ging da an Start-Up-Unternehmer, die dort einen Platz finden können.Und 2021 steht ja schon wieder das nächste Wahljahr an. Die Projekte für Waizenkirchen denken wir aber natürlich weiter.


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