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WAIZENKIRCHEN. Eine bunt gestaltete Broschüre wurde in Waizenkirchen an alle Haushalte verteilt und informiert über den aktuellen Stand der Markplatzgestaltung. Mitte März soll mit den Bauarbeiten fortgefahren werden. Aber schon jetzt häufen sich erneut kritische Stimmen zum Projekt. Tips hat bei Bürgermeister Fabian Grüneis (ÖVP) nachgefragt.

An der Neugestaltung des Waizenkirchner Zentrums wird weitergearbeitet. Foto: OSNAP
  1 / 2   An der Neugestaltung des Waizenkirchner Zentrums wird weitergearbeitet. Foto: OSNAP

Mit der Versetzung des Brunnens und der Pfarrkirche sollen am Waizenkirchner Marktplatz attraktive Anfangs- und Endpunkte geschaffen werden. 72 Parkplätze soll das Zentrum bekommen und für zusätzliche 40 Autos soll hinter der Sparkasse und in der Hueberstraße Platz sein. Geht es nach dem Architekten Christoph Hinterreiter von OSNAP sollen die Waizenkirchner die Möglichkeit bekommen ein lebendiges Zentrum zu gestalten.

Vier Bauabschnitte

Die Kirche und die der nach Süden verlegte Marktbrunnen sollen als attraktive Anfangs- und Endpunkte fungieren. In insgesamt vier Bauabschnitten bis Mitte September 2019 wird das Ortszentrum ein neues Gesicht erhalten. Erfreut über das Projekt zeigt sich Bürgermeister Fabian Grüneis (ÖVP): „Wir bekommen sehr viel positive Rückmeldung zur Broschüre und der geplanten Vorgehensweise. Allgemein ist die Stimmungslage gegenüber dem Projekt jetzt eine viel bessere als vor der Wahl. Grund dafür ist meiner Einschätzung nach die offene Kommunikation und das man schon erste Resultate rund um die Kirche und bei der B129 sehen kann“.

Kritische Stimmen

Dennoch hört man auch kritische Stimmen zur Umgestaltung. So solle der Marktplatz in den Skizzen ebener dargestellt werden als dies möglich ist. Dazu meint Architekt Hinterreiter: „Das Schaubild ist nicht als maßstabsgerechte Darstellung zu verstehen, sondern als Skizze um die zentralen Entwurfsgedanken wie autofreie Platzmitte zu vermitteln. Der genaue zukünftige Höhenverlauf des Marktplatzes ist in Schnitten dargestellt, welche auch in der Broschüre dargestellt werden“. Kritisiert werden auch die geplanten, rechtwinkelige Parkplätze, wo es wegen Platzmangel zu Problemen beim Einparken kommen könnte „Wir haben uns für die maximal möglichen Parkplätze entschlossen. Bei schrägen Parkflächen müssten wir auf fünf Parkplätze verzichten. Nachdem eine relativ breite Einbahn besteht, kann man in großem Bogen in die Parkplätze einfahren. Wir haben in anderen Gebieten der Gemeinde ähnliche Parkflächen mit weniger Raum zum Einfahren, dort gibt es auch keine Beschwerden“, erklärt Grüneis.

Anfängliche Unklarheit bei Kosten

Fragen werfen auch die Kosten des Projekts auf. Dazu stellt Grüneis fest: „1,68 Millonen Euro brutto betrug der Finanzierungsplan, mit der Entscheidung für Granit statt Beton erhöhen sich die Kosten um cirka 100.000 Euro, sodass die Gesamtkosten brutto jetzt 1,78 Millionen Euro betragen“.

Vorschlag für Verkehrslösung

Bezüglich der Verkehrssituation im Zentrum will Grüneis im Gemeinderat gemeinsam mit dem Gemeindevorstand einen Problemkatalog vorschlagen, bei dem sich die Bürger selbst einbringen können. Aus diesem sollen mit einem Verkehrsexperten Lösungsansätze erarbeitet werden.<


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