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WELS. Für SP-Vizebürger­meisterin Silvia Huber ist der Frauenbericht für die Stadt ein Alarmsignal. 38 Prozent der Welserinnen sind extrem ar­mutsgefährdet.

SP-Vzbgm. Silvia Huber
SP-Vzbgm. Silvia Huber

Als Hauptfaktoren dafür nennen die Sozialforscherinnen Birgit Buchinger und Nicole Schaffer geringe Bildung, niedriges Ein­kommen, nicht leistbares Woh­nen und den Umstand, dass es für Betroffene in Wels immer schwieriger wird, soziale Unter­stützung zu erhalten. Besonders belastend ist die Situation für Mi­grantinnen und alleinerziehende Frauen. Psychische Erkrankun­gen nehmen zu, Therapieange­bote fehlen oder sind zu teuer.“Ich werde als nächsten Schritt einen Umsetzungsplan für die Handlungsempfehlungen aus dem Frauenbericht vorlegen“, sagt Frauenreferentin Huber.

Neben einer lokalen Bildungs- und Beschäftigungsoffensive und der Schaffung von spezi­ellen Angeboten für Mädchen in den Stadtteilen ergänzend zu den bestehenden Jugendtreffs, braucht es in Wels unter anderem den Ausbau von Kleinstkinder-, Hort- und Nachmittagsbetreu­ung sowie Lernbegleitung in den Volksschulen und Ausbau der El­ternarbeit. „Die Stadt Wels muss bei der Lehrlingsausbildung im Magistrat Vorbild sein und den Jugendbeschäftigungspakt wie­derbeleben“, so Huber.

Der Frauenbericht zeigt auch einen Mangel an muttersprach­lichen Beratungsangeboten auf. Frauenspezifische Stütz- und Beratungsstrukturen sind durch eine Unterfinanzierung einge­schränkt. Um die Verbesserungs­vorschläge umsetzen zu können, brauche es mehr Geld für frau­enfördernde Maßnahmen und die notwendigen personellen Ressourcen, sagt die Frauenre­ferentin. Das Büro für Frauen, Gleichbehandlung und Integra-tion wird in dieser wissenschaft­lichen Erhebung als größte Stär­ke der Stadt genannt. „Die Zer­schlagung dieser Einrichtung ist angesichts der großen Herausfor­derungen unverständlich. Auch die Subventionen für das Frauen­gesundheitszentrum dürfen nicht weiter reduziert werden“, betont Huber.


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