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"Und dann werden sie beschimpft, weil sich einige einbilden, das gehört anders"

Gerald Nowak, 04.01.2017 12:09

WELS/STADL-PAURA. Sternsingergruppen ziehen wieder von Haus zu Haus. Monika Strasser war selbst lange Jahre unterwegs. Nun marschieren ihre drei Kinder mit. Was sich die Kids aber teilweise anhören müssen, ist mehr als fragwürdig. Die Mutter macht ihrem Ärger Luft und schrieb an Tips Wels.

Die Sternsinger sind in ganz Österreich unterwegs. Egal, ob es schneit, regnet oder einfach nur kalt ist. Foto: DKA

Meine drei Kinder gehen seit einigen Jahren – wie auch ich schon - mit viel Begeisterung Sternsingen. Nun ist es ihnen heuer einige Male passiert, dass sie beschimpft wurden, weil sich in ihrer Gruppe niemand schwarz geschminkt hat. Das gehöre schließlich zur Tradition, hieß es. Sie seien ja gar keine echten drei Könige, hörten sie. Das sei ja wohl der Gipfel…

Ja, das finde ich auch. Das ist ja wohl der  Gipfel: da opfern Kinder einige Tage ihrer Ferien, gehen bei Wind und Wetter in kleinen Gruppen von Haus zu Haus, tragen Gedichte und Lieder vor (zugegeben manchmal mehr schlecht als recht) und sammeln Geld für Projekte in der dritten Welt. Sie sitzen nicht wie die viel bejammerte „Jugend von heute“ zu Hause und vor den verschiedenen elektronischen Spaßmachern, sondern sie tun sich zusammen, engagieren sich, setzen sich ein.

Und dann werden sie beschimpft, weil sich einige einbilden, das gehört anders.

Ja, natürlich kann man über den Mohr diskutieren. Ob er sinnvoll ist, nötig ist, dazugehört, Tradition ist… aber doch bitte nicht mit Zehnjährigen, die Spenden sammeln und sich darüber freuen, ein gutes Werk zu tun.

Meinen Kindern wurde es frei gestellt, ob sie sich schminken oder nicht. Sie haben sich dagegen entschieden und ich kann es nach jahrelanger Erfahrung als „Schwarze“ verstehen: die Schminke juckt, man kann sich nicht kratzen sonst verschmiert alles, Schnäuzen ist bei dieser Witterung auch manchmal nötig, die Mäntel und Kronen werden dreckig und sind schwer zu reinigen – ja, auch dafür gibt es immer weniger: die nachher die Kostüme reparieren, waschen und flicken.

Liebe erboste Mitmenschen: bevor Sie sich ärgern und engagierte Kinder  beschimpfen, fragen Sie in Ihrer Pfarre nach, ob es Bedarf an Sternsingergewänderputzer und –reparierer gibt.

Und weil wir schon dabei sind: an alle, die sich hinter der verschlossenen Tür verstecken, wenn die Sternsinger klingeln: machen Sie das nächste Mal auf, lächeln sie und freuen sich, dass es solche Kinder noch gibt.


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Gastuser
Gastuser
06.01.2017 10:26

Sie spiegeln sich selbst

Wie kommen Sie auf die Idee (wie mehrmals im Artikel deutlich gemacht), dass Ihre Kinder und die anderen der Pfarre angehörigen, die einzig normalen wären?" Die Jugend von heute" gibt es nicht, denn jeder Mensch ist ein Individuum und auch vor 100 Jahren sagte man schon die gleiche inhaltsleere Phrase vor sich hin. Genauso wenig können Sie davon ausgehen, dass ALLE Leute mit "fragwürdigem" Benehmen reagieren, das wäre ein Trugschluss. Außerdem: wenn Sie für Ihre Kinder einstehen wollen, hilft es bestimmt sehr viel, das in die Zeitung zu schreiben. Haben Sie schon überlegt, eine Instanz tiefer zu gehen und bei den Betroffenen nachzufragen? So löst man nämlich Missverständnisse! Indem man mit Menschen spricht! Na dann, viel Erfolg fürs weitere Leben!

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Gastuser
Gastuser
06.01.2017 12:21

Kritik?

Sinnentleerte Plattidüden und Selbstbeweihräucherung ohne Logik dahinter garniert mit unangebrachtem Sarkasmus, das nennen sie konstruktive Kritik?

n
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Gastuser
Gastuser
06.01.2017 16:37

Buhmann/-frau

Wenn Sie mit Ihrem ach so intellektuellem Lexikon umherschmeißen wollen bewerben Sie sich lieber bei der Krone anstatt hier ungefragt Kommentator/in zu spielen.

n
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Gastuser
Gastuser
05.01.2017 11:35

Traurig, aber wahr.

Ich war als Begleiterin mit einer Gruppe Königinnen unterwegs und uns ging's genau so. Ich wünschte mir für die Kinder mehr freundliche Gesichter an der Tür, generell MEHR geöffnete Türen und Mitmenschen, die zunächst mal das bewundernswerte Engagement der Sternsingergruppen sehen! Danke für die Worte, Monika Strasser!

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Gastuser
Gastuser
07.01.2017 06:30

Königinnen?

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