Riesen-Aufregung in Welser Fußgängerzone: „Plötzlich herrschte Totenstille“
WELS. Der Schreck ist Barbara P. (Name, Adresse und vor allem Alter der Redaktion bekannt) immer noch anzusehen. „Ich wollte gerade mein Geschäft in der Schmidtgasse aufsperren. Es gab einen lauten Knall. Plötzlich herrschte Totenstille. Es war furchtbar und gespenstisch. Ich kann gar nicht weiterreden“. Was war passiert? Am Faschingsdienstag ist in den frühen Morgenstunden ein Fahrrad einfach mitten in der beliebten Fußgängerzone umgefallen.

Ein Welser Geschäftsmann, der den Vorfall beobachtet hat, meinte gegenüber der Tips-Redaktion: „Ich bin beruflich viel in China unterwegs. Vor Jahren ging ich über einen kleinen Markt. Plötzlich fiel vor mir ein Sack Reis um. Jetzt passiert mir sowas in Wels. Da fällt einfach ein Rad um. Ich weiß nicht, ob ich mir hier noch sicher fühlen kann“.
Besonders bitter: Keine Videoaufzeichnung
Auch die Stadtpolitik hat bereits reagiert. Grundsätzlich sind die Freiheitlichen zufrieden, da eine langjährige freiheitliche Forderung nach umfallenden Fahrrädern in der Fußgängerzone endlich umgesetzt wurde. Doch wenig erfreulich ist die Tatsache, dass die Überwachungskameras den Vorfall nicht filmten. Es ging alles viel zu schnell. Deswegen wird eine Verdoppelung der Ordnungswache und eine Verdreifachung der Kameras gefordert. Zusätzlich arbeiten die Juristen an einem Gutachten, wie und vor allem ob das Fahrrad aufgestellt werden kann. Der Ruf nach einem Masterplan: „Fahrradumsturz“ steht ebenfalls im Raum. Der Koalitionspartner, die Volkspartei, ist zufrieden: „Es ist dies ein Erfolg des Wirtschaftsservice Wels. Wir haben viel weniger Leerstand in der Innenstadt und jetzt fallen bei uns schon Räder um!“. Die SPÖ sieht hier nicht den Bürgermeister in der Verantwortung: „Obwohl in den letzten Jahren hat es sich ja bewährt, alles dem Stadtoberhaupt in die Schuhe zu schieben. Vielleicht lässt sich aber hier etwas in Richtung Kulturhauptstadt machen. Man kann das Rad auf einen Kreisverkehr legen oder in ein leeres Geschäft“, heißt es bei den Sozialdemokraten. Peter Sönser von den Grünen fordert eine ordentliche Bürgerbeteiligung, damit das Rad wieder aufgestellt werden kann. Die Neos hoffen, dass hier kein Steuergeld verschwendet wurde und dass in Zukunft Räder nur noch im Messegelände umfallen sollen: „Da ist mehr Platz!“.
Wels Rumst
Die Kaufmannschaft zeigt sich ungemein erleichtert, dass das Rad nicht auf einen Parkplatz gefallen ist. Seitens des Wels-Marketings überlegt man die ersten Staatsmeisterschaften im „Radl-Umsteß´n“ (Rumst) zu veranstalten. Folgende Slogans stehen als Werbung zur Auswahl: Wels fällt oder eben Wels rumst. Beispielsweise wäre dies auch eine Möglichkeit für das neue Volksfest-Konzept: „Dirndl-Springen kann jeder. Aber in Tracht alte Waffenräder umhauen. Das hätte schon was“, so die Verantwortlichen.
Weitere Stellungnahmen
Kanzler Christian Kern meldete sich ebenfalls zu Wort: „Wir haben zwar einen Plan A. Aber der greift hier nicht. Der Plan B ist noch nicht entwickelt“. Die Bundes-FPÖ erklärte: „Wir haben nicht geklatscht, wie wir davon erfahren haben. So wahr uns Gott helfe“. Die Volkspartei muss sich noch entscheiden, welcher Bund nun für Fahrräder zuständig ist. Nachdem Erwin Pröll nicht mehr im Amt ist, wird es wirklich ein Gottesurteil. Neos-Chef Strolz überlegt ein Gedicht zu schreiben und für die Grünen ist alles klar: „Das Rad ist nach links gefallen. Ein gutes Zeichen!“
International meinte die deutsche Kanzler Angela Merkel, ob das Rad wieder aufgestellt werden kann: „Ihr schafft das!“. Der amerikanische Präsident Donald Trump twitterte: „Make this bike drive again!“. Alle Meldungen, dass in der Nacht auch in Schweden mehrere Räder umfielen, sind nur Fake News. Berichte, dass in Peru Panflöten von Kästen fielen, sind nur „Alternative Fakten“ einzureihen, wie der Magistratspressedienst mitteilte.
Köberl, der Erlöser mit der Wunderstimme
Gunter Köberl hat angekündigt für das Rad zu singen: Wahlweise von Bob Marley „Get up, Stand up“ oder Marius Müller-Westernhagen „Steh Auf!“. Als der ehemaliger Faschingsprinz „Ja wird sind mit dem Radl do“ anstimmte, fuhr das Rad von selbst weg. Am Ende wurde doch wieder alles gut. Wels atmet auf!


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01.03.2017 16:43
Ahahahahahaha
ahahahaha zu Geil :D
28.02.2017 10:38
Lügenpresse!!!
Das war kein Waffenrad sondern ein Rennrad