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WELS. Der Umfang der Arbeit wird immer mehr und dazu steigen die gesetzlichen Anforderungen. Das Rote Kreuz sucht Helfer in allen Bereichen: „Wir brauchen jeden“, sagt Bezirksstellenleiter Bernhard Ploier.

Rotes Kreuz: „Wir brauchen jeden!“ Helfer dringend gesucht
Rotes Kreuz: „Wir brauchen jeden!“ Helfer dringend gesucht

Die freiwilligen Helfer sind die Seele des Roten Kreuzes. Ein Großteil der Arbeit wird von den Ehrenamtlichen verrichtet (siehe Infokasten). „Wir brauchen auch jene, die nicht mit dem Rettungsauto fahren oder eine lange Sanitäterausbildung machen wollen“, erklärt Ploier. Mit einer Infokampagne in den Sozialen Medien wirbt das Rote Kreuz um Mitarbeiter: „Seit wenigen Wochen läuft diese Kampagne. Wir haben rund 35 ernstzunehmende Bewerbungen, die sich für die Mitarbeit interessieren“, bilanziert Ploier.

Erklärungen

Auch bei den Jüngsten ist die Organisation unterwegs. Mitarbeiter sind in Kindergärten und Volksschulen, um zu erklären was das Rote Kreuz macht: „Und wenn sich die Kinder nur unsere Notrufnummer merken, ist schon viel erreicht. Dann können sie Hilfe holen, wenn beispielsweise in der Familie etwas passiert“, sagt Bezirksstellen Leiter Stellvertreter Josef Gruber. Derzeit gibt es 10 Jugendgruppen beim Roten Kreuz im Bezirk Wels verteilt auf sechs Ortsstellen. Rund 350 Kinder und Jugendliche werden betreut. 15 traten nun in den Aktivstand als Rettungssanitäter ein.

Stundenleistung

Rund 260.000 Stunden leisteten die Mitarbeiter beim hausärztlichen Notdienst, Rettungsdienst und in der Rettungsleitstelle ab. Das sind auch viele Stunden im Besuchsdienst, Sozialbegleitung, Rufhilfe, Rot Kreuz Märkte, Betreubares Wohnen und so weiter: „Wir haben wirklich für jeden, der helfen will, die passende Jacke und die passende Aufgabe“, stellt die Bezirksstellenleitung fest.

Größere Belastung in der Nacht

 “In der Nacht ist die Belastung mehr geworden. Ich kann nur sagen Hut Ab vor den Freiwilligen, die hauptsächlich hier den Dienst versehen“, sagt Bezirksstellen-Geschäftsführer Andreas Heinz. Dazu kommen mehr als 100 Ambulanzdienste bei Veranstaltungen. „Wir wollen nicht im Status Quo verharren, sondern überlegen und in die Zukunft blicken“, so Heinz. Das bedeutet Abläufe zu hinterfragen. Täglich gehen bis zu 1000 Anrufe ein. Ab Herbst werden in der neuen Leitstellen die Notrufe für Wels, Wels-Land, Eferding und auch Grieskirchen angenommen. <

Bilanz Ausfahrten

58.820 Mal sind die Welser Rot-Kreuzler ausgerückt: 

Ortstelle Wels: 35.372 (minus 1,56 Prozent im Vergleich zu 2017). (82,19 Prozent Tagfahrten; 17,81 Nachtfahrten).

Ortsstelle Lambach: 6.475 (plus 0,84 Prozent); 86,81 Prozent Tagfahrten, 13,49 Prozent Nachtfahrten.

Ortsstelle Marchtrenk: 6.605 (minus 0,42 Prozent); 85,87 Prozent Tagfahrten, 14,13 Prozent Nachtfahrten.

Ortsstelle Sattledt: 611 (plus 0,66 Prozent); 64,52 Prozent Tagfahrten, 35,48 Prozent Nachtfahrten.

Notarztdienst: 2.206 (minus 2,3 Prozent); 60,85 Prozent Tagfahrten, 39,15 Prozent Nachtfahrten.

Behindertenfahrdienst: 7.551 (minus 14 Prozent); 100 Prozent Tagfahrten.

39 Prozent dieser Fahrten übernehmen ehrenamtliche Mitarbeiter. 34 Prozent entfallen auf Zivildiener und 27 Prozent auf hauptamtliche Mitarbeiter.


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