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WELS-LAND/WELS. In der Krise wächst der Zusammenhalt. Geholfen wird mit vielen kreativen Ideen wo man nur kann. Neben Nachbarschaftshilfen, steigt auch das Bewusstsein den regionalen Handel, die regionale Gastronomie und die regionalen Lebensmittelprodzenten und die Arbeitsplätze die dahinterstehen gezielt zu unterstützen.

Die Menschen unterstützen sich gegenseitig. Symbolbild: Wodicka
  1 / 3   Die Menschen unterstützen sich gegenseitig. Symbolbild: Wodicka

Initiativen den älteren, kranken und geschwächten Mitmenschen die Lebensmittel, Medikamente oder Hygieneartikel für den täglichen Bedarf nach Hause zu bringen, gibt es in allen Gemeinden.Egal ob es die Initiativen „SteinhausOÖhilft“, „Nachbarschaftshilfe Stadl-Paura“ oder „Marchtrenk hält zusammen“ (um nur ein paar Beispiele zu nennen) sind, in dieser schweren Zeit sind die jungen und gesunden Menschen in allen Gemeinden für Andere da.

Einkaufsdienste nutzen

„Bei uns wird die Einkaufshilfe sehr gut angenommen. Die Menschen rufen am Gemeindeamt an, die Lebensmittel werden im örtlichen Supermarkt zusammengerichtet und von freiwilligen Helfern zugestellt. Die Landjugend unterstützt die Aktion tatkräftig. Auch Medikamente holen wir in der Apotheke ab und bringen sie den Menschen nach Hause. Die Kosten streckt die Gemeinde vor“, berichtet Bürgermeister Max Riedlbauer aus Edt, eine der ersten Gemeinden in denen eine solche Initiative ins Leben gerufen wurde.

Viele Freiwillige in den Gemeinden

Wie groß das Engagement ist, zeigt beispielhaft eine Zahl aus Marchtrenk. Über 50 Freiwillige haben sich am Stadtamt gemeldet und ihren Willen zur Mithilfe bekundet. Auskünfte zu den Einkaufsdiensten in den Gemeinden bekommt man am jeweiligen Gemeindeamt.

Gelebte Solidarität

Geholfen wird vielerorts wo man nur kann. Eine beispielhafte Idee von vielen, ist jene aus Steinhaus. Die Steinhauser Imker Karl Ziegelbäck und Franz Lachmair haben der praktischen Ärztin Katharina Bhalla in Steinerkirchen mit Schutzkleidung ausgeholfen. Eine wertvolle Hilfe für die Medizinerin in Zeiten knapper werdender Schutzausrüstung.

Landwirtschaftliche Direktvermarkter

Lebensmittel sind ausreichend vorhanden. Niemand muss sich wegen Engpässen Sorgen machen. Nicht zuletzt weil die heimische Landwirtschaft und die regionalen landwirtschaftlichen Direktvermarkter hochwertige Ware aller Art bereitstellen können, sie sind regionale Lebensmittel-Garanten. So zeigt die Corona-Krise deutlich die Bedeutung einer regionalen und unabhängigen Lebensmittelversorgung auf.

Regionaler Einkauf hilft

Wichtig ist es jetzt, die heimischen Produzenten mit einem Einkauf zu unterstützen. Durch den Ausfall der Wintertourismusbetriebe sowie der Gastronomie und Großküchen gehen den heimischen Lebensmittel-Produzenten viele Absatzmöglichkeiten verloren. Genug heimische Eier gibt es auch für das kommende Osterfest, es hat nur einige Tage gedauert hat, bis die Warenströme umgeleitet waren. Die Genussland Oberösterreich-Homepage listet online Informationen pro Bezirk auf: www.genussland.at.

Regionale Lieferanten

Zusammenhalt bedeutet aber auch, die regionale Wirtschaft, abseits der Lebensmittelproduktion zu unterstützen, anstatt bei Riesen wie Amazon zu bestellen.Mit „Klick nicht fort, kauf im Ort“ will man in der Stadt Wels auf die regionalen Unternehmen und Produzenten aufmerksam machen. Ergänzend zur Initiative der Wirtschaftskammer, die unter www.lieferserviceregional.at regionale Lieferanten auflistet, soll Bewusstsein für Regionalität geschaffen werden. Mit der Kampagne gibt man auch einen Denkanstoß für Konsumenten, die eine oder andere Kaufentscheidung vielleicht aufzuschieben und nach der Krise bei Welser Unternehmen einzukaufen.


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