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WELS. „Wir werden weiter volles Programm gegen die Raser Szene fahren“, sagt Stadtpolizeikommandant Klaus Hübner nach der Pfingst-Schwerpunkt Aktion. Trauriger Höhepunkt: Eine Streife blitzte einen 22-Jährigen mit 145 Stundenkilometer am Steuer des BMW seines Cousins. Noch dazu stand er unter Einfluss von Suchtgift.

Auch mit Laserpistolen waren die Beamten im Einsatz. Symbolfoto: Weihbold
Auch mit Laserpistolen waren die Beamten im Einsatz. Symbolfoto: Weihbold

Der Hotspot waren dieses Mal die Osttangente. „Auf der Salzburgerstraße war es eher ruhiger. Nur bei dem Parkplatz eines chinesischen Lokals in der Lichtenegg kam es zu einer größeren Zusammenkunft“, erklärt Hübner. Dieses Mal habe man das Katz- und Maus-Spiel umgedreht. Die Stellen an denen kontrolliert wurden permanent verändert. Schon am Abend bildete die Polizei massive Kontrollen an den Einfallstraßen auf.

Trotzdem gab es einige Unbelehrbare, allen voran den 22-Jährigen, der noch dazu unter Drogeneinfluss unterwegs war. Bei der Anhaltung wurde festgestellt, dass er bereits einen Führerscheinentzug wegen Suchtgift-Missbrauch hatte. Weiteres gingen zwei Anzeigen wegen Suchtgiftmissbrauch (300 Gramm Cannabis wurden in einem Auto gefunden) und eine Anzeige wegen Alkohol in die Bilanz ein. Insgesamt wurden 3.600 Euro Strafgelder verhängt. Neun Vorführungen der Fahrzeuge zu den Sachverständigen der Verkehrsabteilung wurden veranlasst, sieben Fahrzeugbesitzer erhielten eine Vorladung zur Prüfstelle des Landes.

Gute Zusammenarbeit

Im Industriegebiet waren Sachverständige des Landes mit technischen Überprüfungsgeräten im Einsatz: „Da wurden einige Lenker, die dorthin mussten, sehr nervös, weil sie Angst hatten, dass ihnen die Kennzeichen abgenommen werden“, erzählt Hübner. Die Angst, dass Auto zu verlieren, ist auch wohl das Mittel gegen die Raser-Szene vorzugehen. Das heißt, es braucht strengere gesetzliche Bestimmungen. Die Stadtpolitik ist dafür und FP-Landesrat Günther Steinkellner ebenso. Also liegt es beim Bund hier die Daumenschrauben fester anzuziehen.

Gesamtbilanz

 Insgesamt wurden 46 Anzeigen nach dem Verkehrsrecht erstattet. Es erfolgten eine Führerschein- und eine Kennzeichenabnahme. 33 Organstrafverfügungen wurden eingehoben. Im Rahmen der Schwerpunktaktion kamen drei Radarfahrzeuge zum Einsatz. Von den 167 festgestellten Geschwindigkeitsüberschreitungen werden 147 zur Anzeige gebracht. Polizeibeamte werden dabei sowohl von Sachverständigen der Abteilung Verkehr, als auch von den Bezirksverwaltungen unterstützt. Dies wirkt besonders effizient, weil gefährliche und unzulässige technische Umbauten von den eingesetzten Experten exakt detektiert werden können. Trotz gutem Erfolg dieser neuen Vorgehensweise werden auch gesetzliche Anpassungen benötigt.


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