Keine Impfstraße in Marchtrenk: „Das ist nicht nachvollziehbar“
MARCHTRENK. In der Stadt leben 15.000 Menschen. Mit Weißkirchen, Holzhausen und Buchkirchen kommen noch tausende dazu. Trotzdem ist die Impfstraße für den Bezirk Wels-Land nicht dort, sondern in Stadl-Paura. „Zahlreiche Entscheidungen der Gesundheitsbehörden sind für die Menschen nicht mehr nachvollziehbar“, zeigt sich SP-Bürgermeister Paul Mahr mehr als verwundert.

Anstatt impfen was und vor allem wo es geht, treffen die Entscheidungen immer weniger auf Verständnis. „Statt also hier vor Ort, in der einwohnermäßig größten Stadt des Bezirkes, oder im sieben Kilometer entfernten Wels eine Impfmöglichkeit anzubieten, schickt man die Leute nun auf eine längere Reise quer durch den verkehrsstarken Zentralraum“, meint Mahr. Die Möglichkeiten in Stadl und Marchtrenk zu impfen wäre gegeben, wenn man nur will. Die Stadt Marchtrenk wird auf jeden Fall prüfen, wie man betroffenen Bürgern eine Unterstützung für die Fahrt anbieten kann, so Mahr.
Antwort aus dem Landes-Krisenstab
Seitens des Landes-Krisenstabes gab man die Antwort auf entsprechende Tips Anfrage: Grundsätzlich ist in jedem Bezirk eine Impfstraße vorgesehen. Stadl-Paura wurde von der BH Wels-Land als Impf-Standort vorgeschlagen und in Abstimmung mit dem OÖ Roten Kreuz festgelegt. Dabei sind auch die logistischen Anforderungen bewertet worden. Das oberste Ziel der Impfstraßen des Landes ist, einen möglichst hohen Durchsatz für Impfwillige zu erreichen. Um dieses Ziel zu erreichen braucht es Standorte, mit entsprechend hoher Kapazität. Es wird nicht möglich sein, ein gleich „enges“ Netz an Impfstraßen zu weben, wie dies bei Teststraßen aufgebaut werden konnte“.


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