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GUNSKIRCHEN. Dank der Kinder der Volksschule werden brachliegende Flächen im Ortszentrum bald zu blühenden Wiesen und so zum Lebensraum für Bienen und Co. Denn: „Insekten sind in“.

  1 / 13   Leonie, Anna und Johanna aus der 4c haben gemeinsam mit ihren Schulkollegen Blumensamen auf brachliegenden Flächen gesät. Foto: GPaltinger

Wir wollen den Kindern vermitteln, dass für die Umwelt wirklich etwas getan werden muss“, sagt Melanie Palmetshofer. Die Pädagogin (3a) hatte die Idee zum Projekt „Insekten sind in“, das sie und ihr Partner Klemens Ecker mit coronabedingter Verspätung jetzt umsetzen können.

„Es gibt in Gunskirchen wertvolle Flächen, die nicht genutzt werden, sie würden Insekten aber einen Lebensraum bieten“, fügt Palmetshofer hinzu. Sie hat die Erlaubnis bekommen, auf einigen dieser Flächen mit den Volksschülern blühende Pflanzen zu säen, die dann Nahrung und Lebensraum für Insekten werden.

Die Kinder aus fünf Klassen machten sich auf, um beim Gemeindefriedhof, bei der Musikschule, bei der Raiffeisenbank und bei der Familie Weiss Blumensamen zu verstreuen und diese anschließend mit den Füßen kräftig in den Boden zu drücken. Das hat den Kindern nicht nur so richtig Spaß gemacht, sie haben dabei auch viel gelernt.

Schon kleine Experten

Beim Projekt „Insekten sind in“ geht es nicht nur um Bienen, es werden die Themen Nachhaltigkeit, Naturschutz und Klima fächerübergreifend behandelt. „Insekten sind wichtig, weil sie die Blüten der Pflanzen bestäuben“, kann die Drittklässlerin Lea schon erklären.

„Blumenwiesen brauchen wir für unsere Bienen. Wenn Bienen aussterben, ist das auch für uns Menschen schlecht“, weiß auch Clara, ebenfalls aus der dritten Klasse. Damit noch mehr Blumensamen in die Natur kommen, haben die Kinder auch kleine Samensäckchen mit Luftballons aus abbaubarem Naturlatex auf die Reise geschickt.

Kinder lernen Verantwortung

Die Schüler sollen sich durch ihre eigene Arbeit mit Nachhaltigkeit und der Umwelt beschäftigen und dadurch Eigenverantwortung entwickeln. Sie lernen, dass ihre Taten etwas bewirken, erklärt Palmetshofer. In den nächsten Wochen werden die Kinder deswegen auch immer wieder nach ihren Blumenwiesen sehen und beobachten. Gemäht werden die Wiesen nur ein Mal. Dabei unterstützt der Landwirt Andreas Mittermayr die Schule.

Unterstützung für ihr Projekt hat Palmetshofer von der Gemeinde und Partnern aus der Wirtschaft. Begleitet wird „Insekten sind in“ von der Pädagogischen Hochschule. Forscher erheben dabei, wie sich die aktive Beschäftigung mit den Themen Natur und Umweltschutz auf die Kinder auswirkt.

Palmetshofer hofft jetzt, dass sie mit dem Projekt viele Nachahmer findet: „Es soll ein Leuchtturmprojekt werden, ein Beispiel für andere Schulen und Grundstücksbesitzer.“


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