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WELS. Markus Simmer, Anästhesist und Intensivmediziner am Klinikum, ist Initiator des Projektes „Schüler retten Leben“. Es geht darum im Ernstfallbei einem Herzstillstand rasch zu handeln.

Gmundner Schüler mit Markus Simmer und dem Preis für ihr Engagement. (Foto: copyright by nik fleischmann)

Im Vergleich zu anderen Ländern ist in Österreich die Quote der Wiederbelebung durch Ersthelfer allerdings niedrig. „In Skandinavien liegt sie bei 40 bis 70 Prozent, hierzulande befindet sie sich bei gerade zehn bis 20 Prozent“, erklärt Markus Simmer, Steigern kann man die Rate an Laienreanimationen vor allem durch eine Bewusstseinssteigerung in der Bevölkerung und flächendeckendes Training. Besonders Kinder und Jugendliche können und sollen für das Thema sensibilisiert werden und schon in der Schule die notwendigen Fertigkeiten erlernen.“ Hier kommt das Projekt „Schüler retten Leben“ ins Spiel.  In Kooperation mit dem Jugendrotkreuz Oberösterreich konnte Simmer bereits einen Großteil der Schulen für das Reanimationsprojekt begeistern. „Jedes Kind der teilnehmenden Schulen trainiert zwei Stunden im Jahr Wiederbelebung im Rahmen des Schulunterrichts. Viele von ihnen beteiligten sich im Oktober am Tag der Wiederbelebung am Reanimationswettbewerb und haben somit die Chance auf die Auszeichnung durch das Klinikum.“ Für ihren Einsatz erhielt nun die Gewinnerschule TNMS Gmunden Stadt als Preis eine Reanimationspuppe.

 

Jedes Jahr erleiden rund 12.000 Österreicher einen plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand. Derzeit überlebt rund ein Sechstel der Betroffenen dieses Ereignis. Experten weisen darauf hin, dass weitere 1.000 Österreicher pro Jahr gerettet werden können, wenn mehr Mitmenschen über die Bedeutung der Laienreanimation Bescheid wissen, die Rettungskette rasch aktivieren und mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen.

 


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