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GUNSKIRCHEN. Eine fundierte Zusatz-Ausbildung im Umgang mit desorientierten Menschen haben 16 Mitarbeiter des Seniorenwohn- und Pflegeheimes gestartet.

Die 16 Pflegeheim-Mitarbeiter, die eine Validations-Ausbildung machen, mit Ausbildnerin Hildegard Nachum (6.v.l.) und Heimleiterin Martina Sallaberger (7.v.l.). (Foto: Gemeinde/Stübinger)

Die Koordinatorin für Validation beim Samariterbund Linz, Hildegard Nachum, eine ausgewiesene Expertin auf dem Gebiet, leitet die einjährige berufsbegleitende Ausbildung zur Validationsexpertin im Seniorenwohn- und Pflegeheim. Bei Validation handelt es sich um eine Kommunikationsart, um den Herausforderungen im Umgang mit dementen Personen besser zu begegnen.

„Das Leben vieler heute älterer Menschen war früher von Verlusten geprägt, sie haben aber nie gelernt, sich damit auseinanderzusetzen, sondern sich in die Arbeit geflüchtet. Das kann im Alter in ganz ungefilterter Form wieder hochkommen“, erklärt Nachum wie es zu bestimmten Verhaltensweisen dementer Menschen kommen kann. Darauf besser eingehen zu können und die „Sprache“ der dementen Persönlichkeiten sprechen zu können, erlernen die Pflege-Mitarbeiter nun. So fühlen sich die Bewohner mit ihrer Lebensgeschichte verstanden und es müssen weniger Medikamente zum Einsatz kommen. Das in der Theorie erlernte Wissen kann dann gleich im Haus praktisch angewendet und erprobt werden.

Die Gemeinde als Träger hat mit 16 Ausbildungsplätzen außergewöhnlich viele genehmigt und die Kosten übernommen. „Das ist nicht selbstverständlich“, ist Heimleiterin Martina Sallaberger begeistert. Sie weiß um den Bedarf hier und hat sich dafür eingesetzt, diese Ausbildung im Haus starten zu können.


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