Wels feiert im nächsten Jahr 800 Jahre Stadterhebung
WELS. 2022 ist in der Messestadt ein bedeutendes Jubiläumsjahr. Vor 800 Jahren wurde die Stadt erstmals urkundlich erwähnt. Zum Festprogramm, das sich fast über das ganze Jahr erstreckt, gehören ein Stadtfest, das MusikfestiWels, ein Blasmusikfest, Vorträge, Bücher und Ausstellungen zur Geschichte der Stadt.

Auf das Jahr 1222 geht die erste urkundliche Erwähnung der Stadt Wels zurück. Unter dem Babenbergerherzog Leopold VI. wurde Wels als „civitas“ (lateinisch für Stadt) bezeichnet. Die Geschichte der Stadt ist aber noch viel älter. Das römische Stadtrecht „municipium“ hatte Ovilava bereits vor 1.900 Jahren, im Jahr 122, bekommen. Gründe genug 2022 zum Jubiläumsjahr zu machen, mit einem Programm, das von einer Eröffnungsfeier am 31. März bis zu einer Uraufführung am 4. November reicht.
Bei der Eröffnungsfeier am Donnerstag 31. März (17 Uhr, Stadttheater) gibt es nicht nur eine Festrede von Landeshauptmann Thomas Stelzer, sondern auch eine Talkrunde unter dem Motto „Wels 800 – Ouvertüre“ mit prominenten Welsern. Mit einem „City-Walk“ geht es durch die Innenstadt zum Festbieranstich am Volksfest.
Kulturprogramm Oktogon
Am 1. April startet das Kulturprogramm Oktogon, acht Veranstaltungen die die kulturellen Schwerpunkte und Epochen beleuchten aber auch in die Zukunft blickten. Das Spektrum reicht hier von einer Uraufführung eines Stückes von Walther von der Vogelweide mit Franz Strasser (1. April), über Konzerte mit Welser Chören mit Musik aus der Reformationszeit (29. April) bis hin zu einem Klassik-Open Air mit dem städtischen Symphonieorchester (10. Juni). Die Entwicklung der Blasmusik präsentieren der Eisenbahnermusikverein und die Stadtmusik am 2. Juni.
Mit einem Oktogon-Schlusspunkt am 4. November geht diese Kulturprogramm ins Finale. Dann wird die Produktion „Plus 100“ uraufgeführt. Dafür sind übrigens die Welser (und jene die hierher zur Arbeit kommen) aufgerufen, Ideen zu liefern. Wie könnte Wels in 100 Jahren aussehen, lautet die Fragestellung. Ideen für das Musiktheater, egal ob Musikbeiträge, Videos, Texte oder Bilder können noch bis Ende Jänner an die Stadt gesendet werden.
Drei große Feste
Die Höhepunkte der Jubiläumsfeierlichkeiten werden aber sicher das Stadtfest am 24. und 25. Juni und das MusikfestiWels am darauffolgenden Wochenende, 1. und 2. Juli. Dabei wird an den Freitagen der Handel länger offen halten. Beim Stadtfest stehen die Familien, Schulen und Vereine im Mittelpunkt. Beim MusikfestiWels wird wieder Party- und Konzertstimmung geboten.
Schon am 11. Juni ist Wels der Schauplatz des Bezirksmusikfestes, wo die Blasmusikkapellen des Bezirkes (und vielleicht darüber hinaus) zur Marschwertung antreten werden. Zwischen Traungasse und Minoritenplatz wird im klingenden Spiel aufmarschiert.
Sonderausstellungen im Museum
Auch die Welser Stadtmuseen haben im Jubiläumsjahr Sonderausstellungen geplant. Am Donnerstag, 12. Mai wird im Stadtmuseum in der Burg die Schau „Wels 800 - Geschichte einer Stadt“ eröffnet. Die verschiedensten Teilbereiche des sozialen, kulturellen, wirtschaftlichen oder religiösen Lebens in der Stadt werden beleuchtet. Auch das städtebauliche Werden von Wels wird gezeigt, von den Ursprüngen als kleine Siedlungskerne über die großen Veränderungen des 19. Jahrhunderts bis zur heutigen Ausdehnung.
Am 13. Mai eröffnet im Römermuseum in den Minoriten eine Sonderausstellung zur Entwicklung der römischen Stadt Ovilava. Als „municipium Aelium Ovilava“ war die Stadt schon vor 1.900 Jahren ein bedeutendes Zentrum. Zum Beispiel werden archäologische Funde zu sehen sein. Im Jahr 122 hatte Wels nämlich von Kaiser Hadrian schon das römische Stadtrecht bekommen.
Publikationen, Vorträge und mehr
Erstmals seit 35 Jahren wird wieder eine umfassende Stadtgeschichte als Buch veröffentlicht. Unter dem Titel „Wels - Die Stadt von ihren Wurzeln ins neue Jahrtausend“ haben Karin Bachschweller und Michael Kitzmantel die Entwicklung der Stadt dargestellt.
Für Kinder kommt der dritte Band der Buchreihe „Elsie und Ovil“, passend zum Jubiläum, heraus. Außerdem wird es eine eigene Wels-Ausgabe des Brettspiel-Klassikers DKT geben.
Am 21. April (17.30 Uhr) unternimmt Karin Bachschweller vom Stadtarchiv mit ihren Gästen eine Streifzug durch die Welser Geschichte (Herminenhof).
Außerdem tragen zwischen April und Juni alle rund 8.000 Kinder der Welser Kindergärten und Pflichtschulen in der Sportanlage Mauth eine Laufolympiade aus.
Zusätzlich zu diesem umfassenden Programm hat man auch den Markenauftritt der Stadt zum Jubiläumsjahr angepasst. Es wurde ein eigenes Logo kreiert, das in der ganzen Stadt zu sehen sein wird. Medaillen und eine Sonderbriefmarke wird es auch geben.


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